USA arbeiten mit Rotem Kreuz zusammen

6. August 2009, 14:00
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IKRK-Präsident Kellenberger begrüßt Entscheidung Obamas

Genf - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) arbeitet bei der Auflösung des Gefangenenlagers Guantanamo und beim Schutz seiner Insassen mit den USA zusammen. In einem Reuters-Interview begrüßte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger die Entscheidung von US-Präsident Barack Obama, das Lager auf Kuba zu schließen. "Unter der Voraussetzung, dass nicht woanders ein neues Guantanamo entsteht, ist das sicherlich eine gute Nachricht", sagte Kellenberger in dem am Mittwoch geführten Interview. Er habe im April in Washington Gespräche mit den für das Lager zuständigen Ministern geführt. "Die Regierung ist sehr dialogbereit", lobte Kellenberger die Amerikaner.

Teilweise Verbesserung der Haftbedingungen

Das IKRK hatte Kellenberger zufolge seit Eröffnung des Lagers Zugang zu Guantanamo, wo seit Januar 2002 mutmaßliche Kämpfer der Al-Kaida und der Taliban inhaftiert sind. Die Besuche hätten jeweils zwei bis sechs Wochen gedauert und zu einer teilweisen Verbesserung der Haftbedingungen geführt, obwohl viele Probleme ungelöst geblieben seien. Kellenberger wollte sich nicht dazu äußern, welche Bestimmungen auf Intervention des IKRK gelockert wurden.

Präsident Obama hatte kurz nach seinem Amtsantritt im Januar die Schließung Guantanamos und das Verbot harter Verhörmethoden angeordnet. Das in der Amtszeit von Obamas Vorgänger George W. Bush eingerichtete Lager gilt als Symbol für die Misshandlung von Gefangenen und deren jahrelange Inhaftierung, ohne dass ihnen der Prozess gemacht wurde. Zu den Aufgaben des IKRK gehört es, auf eine menschenwürdige Behandlung von Gefangenen zu achten. (APA/Reuters)

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    Laut IKRK-Präsident Jakob Kellenberger haben sich die Haftbedingungen in Guantanamo seit den Besuchen der Mitarbeiter des Roten Kreuzes teilweise verbessert.

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