Bill Clinton auch um Freilassung von Südkoreanern bemüht

6. August 2009, 13:30
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Reaktion Kim Jong-ils nicht bekannt

Seoul - Bei seiner Nordkorea-Mission hat sich der frühere US-Präsident Bill Clinton nach südkoreanischen Angaben auch um die Freilassung von festgehaltenen Südkoreanern bemüht. Das sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Seoul am Donnerstag unter Berufung auf ein Dankesschreiben des US-Außenministeriums für die Unterstützung der Clinton-Mission. Wie der nordkoreanische Diktator Kim Jong-il auf die diesbezüglichen Bemühungen Clintons reagiert habe, sei ihm nicht bekannt.

Der Ex-US-Präsident hatte bei seiner Visite in Pjöngjang am Dienstag die Begnadigung und Freilassung von zwei US-Reporterinnen erreicht, die in Nordkorea wegen illegalen Grenzübertritts zu zwölf Jahren Arbeitslager verurteilt worden waren. In Nordkorea werden derzeit noch ein Geschäftsmann sowie die vierköpfige Besatzung eines Fischerboots aus Südkorea festgehalten. Japan fordert, Nordkorea müsse auch noch alles über die Entführung von Japanern in den 1970er- und 1980er-Jahren offenlegen. Nordkorea hatte 2002 zugegeben, 13 Japaner entführt zu haben. Fünf durften danach nach Japan heimkehren. Die anderen acht seien gestorben, hieß es. Japan verlangt dafür Beweise. (APA)

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