Eklat im Bundeswahlausschuss

"Die Partei" verglich Bundeswahlleiter Egeler mit Nationalsozialisten Frick

Berlin - Die von Mitarbeitern des deutschen Satire-Magazins "Titanic" gegründete politische Vereinigung "Die Partei" hat bei der Sitzung des deutschen Bundeswahlausschusses für einen Eklat gesorgt. Nach der endgültigen Nichtzulassung seiner Organisation für die Wahl am 27. September verglich ihr Vorsitzender Martin Sonneborn Bundeswahlleiter Roderich Egeler mit Wilhelm Frick. Frick war Reichswahlleiter der NSDAP und Reichsinnenminister im Kabinett Hitler. Er wurde am 16. Oktober 1946 hingerichtet.

Parteien-Status aberkannt

Zuvor hatte sich "Die Partei" erfolglos gegen die Nichtzulassung ihrer Landesliste in Hamburg gewehrt. Der Bundeswahlausschuss hatte der "Partei" bereits den Parteien-Status aberkannt.

Auf ihrer Homepage macht "Die Partei" mit fragwürdigen Mitteln ebenfalls Front gegen Egeler. "Where is my vote, Wahlleiter?", heißt es dort. Mit dem Spruch demonstrieren im Iran Menschen gegen Vorgänge bei den letzten Wahlen. (APA/AP)


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3 Postings
Was ist da *fragwürdig*

tendenziöser gehds dann nimmer, oder?

Was vergessen wurde zu erwähnen, die PARTEI war ja schon 2005 zur Bundestagswahl zugelassen. Und was zeigt von mehr Ernsthaftigkeit als weitere vier Jahre Parteiarbeit die seit dem geleistet wurden?

Das sind ja iranische Verhältnisse!

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