Zur Ehe verurteilt und Rebellin aus Sanaa

6. August 2009, 11:26
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"kreuz und quer"-Themenabend zu Mädchen und Frauen in hinduistischen und islamischen Gesellschaften: "Zur Ehe verurteilt" und die Doku "Fremd in der eigenen Stadt"

Nach wie vor sind Frauen in der traditionellen hinduistischen Gesellschaft Männern untergeordnet und dürfen nicht selbst über ihr Leben und ihre Zukunft bestimmen. So werden auch Ehepartner nicht von den Frauen selbst gewählt, sondern werden von den Eltern bestimmt. Die Frauen werden durch die Heirat zum Besitz des Ehemannes. In der Stadt Jaisalmer im indischen Bundesstaat Rajasthan liegt wie vor Jahrhunderten das Schicksal von Frauen und Mädchen noch immer fest in der Hand der Männer. "Zur Ehe verurteilt" berichtet über die junge Englischlehrerin Jyoti, die mit einem Mann verheiratet ist, den ihre Eltern für sie bestimmt haben. Mit dem Tag ihrer Hochzeit musste sie ihren Beruf und ihre eigene Familie aufgeben.

"Fremd in der eigenen Stadt"

Eine ganz andere Geschichte erzählt "Fremd in der eigenen Stadt". Die 13-jährige Najmia aus Sanaa, der Hauptstadt Jemens, ignoriert die traditionelle muslimischen Frauenrolle, sie verweigert den Schleier und sie benimmt sich oft wie ein Bub. Die preisgekrönte Filmemacherin Khadija Al-Salami begleitete das Mädchen mit der Kamera und beobachtete, wie sich Najmia um die mörderischen Blicke der Männer und Burschen ebensowenig kümmert wie um das Gerede der Leute in der Nachbarschaft. (red)


Info

kreuz und quer, Dienstag, 11. 08. 2009, 22.30 Uhr in ORF 2

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