Ahmadinejad könnte zweites Mandat nicht durchhalten

6. August 2009, 15:09
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Experten halten es für möglich, dass Ayatollah Ali Khamenei den Präsidenten fallen lässt

Teheran/Berlin - Iran-Experten halten es für wahrscheinlich, dass Präsident Mahmoud Ahmadinejad seine zweite vierjährige Amtszeit nicht zu Ende bringen wird. "Denkbar ist, dass Ahmadinejad vom Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei fallengelassen wird", sagte der iranisch-amerikanische Autor Hooman Majd der "Berliner Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe).

Der in New York lebende Majd hält es auch für denkbar, dass die konservative Mehrheit im Parlament (Majlis) ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten einleitet, weil sie mit ihm nicht mehr zufrieden ist.

"Nicht mächtig genug"

"Zwar wird Ahmadinejad von mächtigen Leuten aus der Revolutionsgarde, dem Klerus oder dem Geheimdienst unterstützt. Er ist aber nicht mächtig genug, um über den Bau einer Atombombe entscheiden zu können oder über die Beziehungen zu den USA", meint Majd.

Ahmadinejad hatte am Mittwoch den Amtseid geleistet. Er muss jetzt innerhalb von zwei Wochen dem Parlament sein neues Kabinett zur Billigung vorstellen. Der Präsident war nach der umstrittenen Wahl vom 12. Juni offiziell zum Sieger erklärt worden. Seine Gegner sprechen von Fälschung und erkennen die Wahl nicht an. Bei zum Teil gewaltsam niedergeschlagenen Protesten sind seit dem Urnengang bis zu 30 Menschen im Iran getötet worden. Mehr als 1000 wurden festgenommen. Viele von ihnen wurden zwischenzeitlich freigelassen, mehr als 100 müssen sich vor Gericht verantworten. Gegen die Behörden wurden auch schwere Foltervorwürfe erhoben. (APA)

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    Präsident Mahmoud Ahmadinejad könnte nach Meinung von Iran-Experten die Unterstützungs des Ayatollah Ali Khameneivöllig verlieren.

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