Justizminister kam mit Roma-Vertretern zusammen

5. August 2009, 21:58
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Nach Anschlagsserie auf Minderheit - FBI sicherte Hilfe zu

Budapest - Im Budapester Landespolizeipräsidium sind am Mittwoch 20 Leiter von Roma-Organisationen mit Justizminister Tibor Draskovics und Landespolizeichef Jozsef Bencze zusammengetroffen. Dabei wurden Informationen über die Attentatsserie gegen Angehörige der Minderheit übergeben. Am Freitag um 13.00 Uhr wird die 45-jährige Romni, Maria, auf dem Friedhof im ungarischen Kisleda bestattet, wie der Bürgermeister der Gemeinde, Sandor Penzes, bekanntgab. Die allein erziehende Mutter war in der Nacht auf Montag erschossen worden.

Ihre 13-jährige Tochter Timea wurde lebensgefährlich verletzt. Die Täter hatten in der Nacht das Haus der Roma-Familie in der nordostungarischen Gemeinde Kisleda gestürmt und die Schlafenden mit Jagdgewehren beschossen. Timea liegt auf der Intensivstation des Krankenhauses in Nyiregyhaza und steht unter Polizeischutz. Das Mädchen könnte die Angreifer gesehen haben.

Allein innerhalb eines Jahres gab es 55 Angriffe gegen Roma, acht Menschen starben, fünf wurden verletzt. Auch der neue Mord soll Teil dieser Angriffsserie gegen Roma sein. Die Polizei spricht von Serienmorden. Draskovics erklärte am Mittwoch im ungarischen Fernsehen, die Methode der Morde an den Roma, die verwendeten Mittel, die Auswahl der Opfer sprächen dafür, dass es sich um den oder die selben Täter handeln könnte. Eine hundertköpfige Sonderkommission arbeitet an den Fällen, die US-Bundespolizei FBI sicherte den ungarischen Kollegen Hilfe zu. (APA)

 

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