Mensch und Möbelstück

6. August 2009, 17:00
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Postapokalyptischer Nonsens: "The Bed Sitting Room" von Richard Lester

Das britische Empire liegt in Trümmern. Nach einem Atomschlag irren Versprengte durch Zivilisationsmüll, ihre Probleme möchte man nicht haben. The Bed Sitting Room heißt Richard Lesters Satire aus dem Jahr 1969 schließlich nicht von ungefähr: Mensch, Mobiliar und Immobilie sind Teil einer Serie von Mutationen.

Den betagten Lord Fortnum plagen Vorahnungen von seiner Verwandlung in eine Einzimmerwohnung, und Mutter wird als Wandschrank wiedergeboren. "Ich bin gelinde gesagt oberste Schublade." Äh - ja. Auch Fans der Monty Pythons werden am von Rita Tushingham, Michael Hordern, Ralph Richardson oder Marty Feldman Dargebotenen ihre Freude haben.

Mit der Wiederveröffentlichung des Films (plus schöner Extras wie einem Interview mit dem Regisseur von 1967) lanciert das British Film Institute sein neues Label Flipside, welches auf die gleichnamige erfolgreiche Filmreihe zurückgeht. Zwei weitere DVDs mit Brit-Exploitation von Arnold L. Miller sind ebenfalls erschienen. (Isabella Reicher / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.8.2009)

  • Erschienen bei BFI/Flipside, Region 2
    foto: bfi/flipside

    Erschienen bei BFI/Flipside, Region 2

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