Gecko-Trick entschlüsselt

6. August 2009, 16:12
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Bisher war unklar, was den Einsatz des perfekten Haftsystems hervorruft

Calgary/Stuttgart - Nicht die Struktur sondern das Gefälle des Untergrunds (und damit die Gravitation) entscheidet: Geckos benutzen das perfekte Haftsystem ihrer Zehen erst ab einer gewissen Neigung des Untergrunds, berichten Biologen der University of Calgary und der Clemson University in der Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society B". Bei flachem Untergrund verzichten Geckos auf ihr Haftsystem, selbst wenn sie dabei ausrutschen sollten. Ihre Zehen besitzen unzählige winzige an den Enden gespaltene Härchen, die über sogenannte Van-der-Waals-Kräfte eine starke Haftung an die Oberfläche vermitteln. Bei Einsatz des Systems büßen die Tiere allerdings an Laufgeschwindigkeit ein.

Anthony Russell und Timothy Higham fanden heraus, dass ein Winkel von zehn Grad der Kipppunkt war: Drei der sechs Tiere schalteten ihr Haftsystem ein. Sie wurden dadurch langsamer. Die anderen drei Tiere, die ohne Haftsystem über die Oberfläche liefen, waren deutlich schneller. Bei einem Kippwinkel von 30 Grad wurde das Haftsystem der Zehen von allen sechs Geckos eingesetzt. (red)

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    Ein Himmelblauer Zwergtaggecko (Lygodactylus williamsi)

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