Mautz motzt über Frauenbild der ÖVP

5. August 2009, 17:42
7 Postings

Mautz ist neue Bundesfrauensekretärin der SPÖ

Wien - Seit Anfang August haben die Genossinnen eine neue Bundesfrauensekretärin, die ihre Vorsitzende, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, von der SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße aus bei Gleichstellungskampagnen unterstützen soll: Die ehemalige Vorsitzende der Österreichischen Hochschülerschaft Andrea Mautz trat in der Funktion die Nachfolge von Bettina Stadlbauer an, die ebenfalls aus Oberösterreich stammt.

Mautz, in Bad Ischl als Tochter des Gymnasialdirektors und einer Volksschullehrerin aufgewachsen, bringt für ihren neuen Job den nötigen Kampfgeist mit: Im Jahr 2002 hatte die damalige Studentin der Rechtswissenschaft, die sich beim SPÖ-Studentenverband VSStÖ engagierte, dank rot-grüner Mehrheit die Führung im Studentenparlament übernommen. Nach der Halbzeit übergab sie - wie vereinbart - ihrer Kollegin von den grünen Hochschülern, Anita Weinberger, den Vorsitz.

Nun will die 33-Jährige - wie ihre Ministerin - für Einkommenstransparenz in den Betrieben, mehr Frauen in Führungspositionen sowie eine rasche Lösung für ein einkommensabhängiges Kindergeld Stimmung machen. Mautz, ungerührt zum Dauerzwist zwischen Heinisch-Hosek und ihrer schwarzen Verhandlungspartnerin, Staatssekretärin Christine Marek: "Die ständige Debatte darum, ob Alleinerzieherinnen das Geld zwei Monate länger beziehen sollen, kommt mir vor, als wolle die ÖVP immer noch die Frauen dafür verantwortlich machen, wenn ihnen der Mann davonläuft." (nw, DER STANDARD, Print, 6.8.2009)

 

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Andrea Mautz auf einem Archivbild von 2001.

Share if you care.