40.000 Häftlinge zu viel

5. August 2009, 17:26
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Kalifornien muss Gefängnisse aus Budgetnot leeren

Wien/San Francisco - Schwere Budgetnöte könnten Kaliforniens Justizbehörden dazu zwingen, 40.000 Häftlinge frühzeitig zu entlassen.

Am Dienstag hatten US-Bundesrichter dem Bundesstaat eine Frist von 45 Tagen gesetzt, die durch eklatante Überbelegung verursachten, "menschenunwürdigen" Haftbedingungen zu beheben. Derzeit sind die 33 Gefängnisse Kaliforniens zu 137,5 Prozent ausgelastet. Die medizinische (Nicht)-Betreuung vieler Häftlinge war seit langem, nicht nur von Bürgerrechtlern, massiv kritisiert worden.

Die verordnete Häftlingsreduktion hieße, dass 40.591 Häftlinge entlassen werden, rechnete Matthew Cate, Kaliforniens Staatssekretär für " Corrections and Rehabilitation" , vor.

Die Umsetzung dieser Anordnung wäre "ein gefährlicher Präzedenzfall" , warnte Cates und verwies darauf, dass Kalifornien ohnehin bereits an einem Modell arbeite, demzufolge im Laufe von zwei Jahren 37.000 Insassen, die entweder krank seien oder nur noch kurze Haftzeiten abzusitzen hätten, entlassen werden sollen. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 6.8.2009)

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