4.000 Jahre alte Gehirnreste gefunden

5. August 2009, 17:07
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Ausgrabungen in der Türkei brachten verbrannte Skelette ans Licht

Istanbul - Forscher haben bei einer Ausgrabung in der Türkei rund 4.000 Jahre alte menschliche Skelette entdeckt, in denen Gehirnreste enthalten waren. Zwei der vier Menschen waren wahrscheinlich Kinder. Die Gehirne seien vermutlich bei einem Brand verkohlt worden und die Reste daher noch erhalten geblieben, erklärte Nejat Bilgen, der die Archäologische Fakultät der Universität Dumlupinar leitet.

Seit mehreren Jahren werden an einem Hügelgrab in Seyitömer in der Nähe der türkischen Stadt Kütahya Ausgrabungen durchgeführt. Bilgen sagte der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu, dass menschliche Gehirne bei Ausgrabungen eher selten gefunden werden. "Wir vermuten, dass es um 1.800 v.Chr., in der Bronzezeit, hier zu einem Erdbeben gekommen ist. Vergangenes Jahr haben wir zerfallene und verbrannte Dachbalken gefunden." Überall um den Hügel herum seien verbrannte Schichten zu finden. Die verbrannten Skelette, die nun in einem Raum entdeckt worden seien, dürften von Menschen stammen, "die es nicht mehr geschafft haben, sich zu retten", so Bilgen.

15 Millionen Tonnen Kohle sollen unter dem Hügel sein und wollen vom Gebietseigentümer, der Seyitömer Lignite Company, schlussendlich abgebaut werden. Zur Rettung archäologischer Schätze läuft seit 2006 deshalb ein auf fünf Jahre angelegtes Forschungsprojekt. (APA/red)


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Current Archeology in Turkey: Seyitömer Höyük (Kütahya)

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