Moussavi bekräftigt Kritik an Prozess gegen Oppositionelle

5. August 2009, 16:32
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"Festnahmen werden uns nicht einschüchtern"

Teheran - Der bei den iranischen Präsidentenwahlen unterlegene Mir-Hossein Moussavi hat am Mittwoch seine Kritik an dem Prozess gegen Oppositionelle, der an diesem Donnerstag fortgesetzt werden soll, bekräftigt. Das Verfahren mache die großen Probleme deutlich, unter denen der Iran derzeit leide. "Wir müssen lernen, auch andere Meinungen zu tolerieren", sagte er.

Moussavi betonte auf seiner Website, die Festnahmen von Demonstranten würden die Gegner von Präsident Mahmoud Ahmadinejad nicht einschüchtern. Er habe nach der gefälschten Wahl die Geburt der eines starken nationalen Gefühls gesehen, dass verschiedene gesellschaftliche Gruppen zusammengeführt habe.

Wenige Stunden nach der von ihm boykottierten Amtseinführung Ahmadinejads warnte Moussavi, mit Festnahmen lasse sich die Protestbewegung nicht eindämmen. Zugleich wies er den von konservativen Politikern und Geistlichen geäußerten Vorwurf als "völlig grundlos" zurück, seine Anhänger strebten eine "samtene Revolution" nach dem Vorbild Mittel- und Osteuropas an. Auch habe seine Bewegung keine Verbindungen zum Ausland. (APA/dpa)

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