US-Konzern schließt Werk nach Angriff auf Manager

6. August 2009, 14:40
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Die Fabrik des Autozulieferers Molex USA sollte geschlossen werden, die Arbeiter reagierten mit gewaltsamen Protesten

Washington - Nach dem Angriff auf einen Manager hat der US-Autozulieferer Molex eine Fabrik in Südfrankreich geschlossen. Dies sei nötig, um die Sicherheit der Mitarbeiter und Wachleute zu gewährleisten, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Die seit Anfang Juli streikende Belegschaft des von der Schließung bedrohten Werks im südfranzösischen Villemur-sur-Tarn hatte am Dienstag erfahren, dass Gespräche zwischen der Direktion und einem potenziellen Käufer eingestellt wurden. Am Abend griffen aufgebrachte Arbeiter nach Unternehmensangaben einen Manager an und traktierten ihn mit Fausthieben und Fußtritten. Auch zwei Wachleute seien bei dem Vorfall verletzt worden.

Der attackierte Manager kritisierte in einer Erklärung des Unternehmens das Verhalten der Polizei scharf. Die Beamten hätten auf wiederholte Hilferufe der Unternehmensleitung und der Wachleute nicht reagiert. "Wir sind über das Verhalten der an der Gewalt Beteiligten und über die fehlende Reaktion der Polizei, die wir zur Hilfe gerufen haben, empört", teilte der Manager mit. Er erstattete gegen die Angreifer inzwischen Anzeige. (APA)

 

 

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