Nachlese

Aufklärung gefordert

5. August 2009, 15:48

Fekter-Büro: "Sehr bedauerlich" - Pilz fordert Aufklärung - SJ reagiert mit Bestürzung

Wien - Das Büro von Innenministerin Maria Fekter hat mit Bedauern auf den tödlichen Ausgang der Kremser Amtshandlung reagiert. "Es ist sehr bedauerlich, wenn bei einem Polizeieinsatz ein Todesopfer zu beklagen ist.", sagte Fekter-Sprecher Martin Brandstötter. Jetzt gehe es vordringlich darum, "die genauen Umstände des Vorfalls aufzuklären." Für andere Aussagen oder Festlegungen sei es beim derzeitigen Stand der Ermittlungen noch zu früh, bat man im Innenministerium um Verständnis.

Grüne und SJ

Der tödliche Schuss auf einen 14-jährigen Burschen in Krems hat am Donnerstag auch politische Reaktionen zur Folge gehabt. Der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz verlangte in einer Aussendung von Innenministerin Maria Fekter umgehend Aufklärung. Bestürzt zeigte sich auch die Sozialistische Jugend, dass ein Unbewaffneter erschossen wurde.

Pilz fordert von Fekter noch in dieser Woche eine detaillierte Darstellung über die Geschehnisse, die an die Fraktionsführer im parlamentarischen Innenausschuss gehen solle. "Der Fall ist erschütternd in jeder Hinsicht. Sollten die von den Ermittlern präsentierten Fakten stimmen, dass sich ausgebildete Polizisten gegen Jugendliche mit einem Schraubenzieher nicht anders zu helfen wissen, als sie zu erschießen, dann schreit dies geradezu nach weitreichenden Konsequenzen", so Pilz.

Dazu komme, dass die Liste derartiger Vorfälle immer länger werde. "Die Politik muss prüfen, ob die Ausbildung der Polizisten und die Rahmenbedingungen für die Waffenverwendung zu verbessern sind. Alles andere hieße, die Augen zu verschließen", so Pilz. Der Grüne Sicherheitssprecher erinnerte auch an einen Sager des NÖ Landeshauptmanns Erwin Pröll. Dieser hatte im Vorjahr nach einer tödlichen Schussabgabe eines Polizisten gemeint: "Wer in Niederösterreich etwas anstellt, der muss eben auch mit dem Schlimmsten rechnen." Für Pilz hat Pröll damit "den Wilden Westen ausgerufen".

Der SJ-Vorsitzende Wolfgang Moitzi sieht im Mittelpunkt die Frage, wie es überhaupt zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch mit Todesfolge gegenüber Jugendlichen kommen könne, "wenn die Tatverdächtigen laut ersten Polizei-Stellungnahmen selbst gar keine Schusswaffen mitführten?". Die SJ forderte eine lückenlose Aufklärung und Maßnahmen, die verhindern, "dass es zu einem solchen Einsatz von Schusswaffen kommt".SPÖ-Pendl: Polizei-Personalmangel ist Schuld
Sicherheitssprecher fordert lückenlose Aufklärung und Aufstockung bei Beamten.

SPÖ

SPÖ-Sicherheitssprecher Otto Pendl hat nach den tödlichen Schüssen der Polizei auf einen 14-jährigen Einbrecher in Krems eine rasche und lückenlose Aufklärung gefordert. Schuld an dem erschütternden Fall sei die Überarbeitung der Beamten durch den Stellenabbau voriger Regierungen und FPÖ sowie BZÖ, die für die große Verunsicherung innerhalb der Polizei verantwortlich seien. "Anders ist es nicht zu erklären, dass zwei Beamte sich genötigt sehen, mitten in der Nacht wegen eines Einbruchsdeliktes von der Schusswaffe Gebrauch zu machen", kritisierte Pendl.

Die Causa sei zutiefst bedauerlich und ein Mahnmal für eine Politik, die ein Klima der Angst schüre, so der Sprecher, der eine Aufstockung der Polizisten forderte, um die Qualität zu verbessern. Postenschacher und Kaputtsparen hätten dafür gesorgt, dass es in einem Land wie Österreich zu einem solchen Vorfall kommen haben könne, so Pendl. (APA)

 

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1 2 3 4
zensur bei der "fma betrugsverdacht" vertuschung
 
01
im nach hinein reumütig vor die medien treten und seine

(sogenannte) trauer zelebrieren. *ekelhaft*

einbrechen als kick und so kann es ausgehen, sollte es zwar nicht, ist es aber.

http://www.kurier.at/multimedi... 928906.php

Fatigue
108
Pilz sollte sich überlegen, ob die Grünen

nicht vielleicht eine Mitschuld an dieser Entwicklung trifft. Polizisten trauen sich heute in aller Regel nicht mehr schießen. In Verbrecherkreisen hat sich das natürlich herumgesprochen. Das Festnahmerisiko ist minimal. Einfach auf keinen Zuruf reagieren und davon laufen. In 99 von 100 Fällen schießen Polizisten nicht und lassen die Verbrecher lieber laufen, als dass sie hernach von den Grünen als Mörder angeprangert werden.

Agena
01

Und deshalb reagieren sie sich ab indem sie Kinder ermorden?????

katze211
 
01
richtig..

man müßte zuerst bei der Erziehung der jugendlichen anfangen. ursachenforschung würde ich das nennen !! dannn erst über die Polizisten herziehen.

littletinyflibbertigibbet
31
und eine statistik für diese behauptung

hätten wir auch gern.

littletinyflibbertigibbet
32
eine schande, ihr posting.

hat der pilz abgedrückt oder hat er die schießwut der polizei bekämpft?

John Sandwich
15
Für Pilz hat Pröll damit "den Wilden Westen ausgerufen".

Das kommt davon, wenn man in seinem ganzen Leben nur "Der Schatz im Silbersee" gelesen hat.

John Sandwich
00
11.8.2009, 02:32
Der Wilde Osten von Österreich

Da sprach der Erwin,
Häuptling der Hardliner,
Wild ist der Osten,
seicht die Pröllie.

Tintifax Lollobrigida
42
Der Pilz

ist wie der Junge, der immer "Wölfe, Wölfe" schreit.

Irgendwann hört man es nicht mehr...

Sobieski, Jan III.
00

aberso jung ist der pilz nun auch nicht mehr.
eher schon ein alter panikmacher.

rnix
00
leider

denn die aufklärungsarbeit die er betreibt ist und bleibt wichtig und notwendig

pehl
212
Bin neugierig, ob sich...

Erwin Pröll auch diesmal mit so einem menschenverachtenden Spruch zu Wort meldet. Dieser Satz - "Wer in Niederösterreich was anstellt, muss mit dem Schlimmsten rechnen"-und gemeint war damit der Tod durch Erschießen, herbeigeführt von einem Polizisten - gehört schleunigst von der Politik aufgegriffen und nicht nur von Peter Pilz thematisiert. Das ist nicht nur der Aufruf zu "Wildwest in Niederösterrreich" sondern ein übler landeshauptmännischer Persilschein für mir nichts-dir nichts menschenerschiesende Polizistinnen und Polizisten.

numeris
01
Die Menschen in Niederösterreich schätzen es nicht sehr

wenn bei ihnen eingebrochen wird - genau das weiß der Pröll halt, drum wird er auch gewählt.

numeris
42
Na klar

solche Einbrecher sollten getätschelt und verhätschelt und damiit zu neuen Taten motiviert werden.

littletinyflibbertigibbet
11
jedenfalls nicht erschossen.

Kanister
21
Völlig richtig!

Es ist wirklich sehr gut, dass dies wieder in Erinnerung gerufen wird.

Eine europäische Blamage, dieser Mann.

Peter Hammer 06
00
Wie schreiben Sie über den möglichen....

...ÖVP-Bundespräsidentschaftskanditaten?

xfalke
110

Vor allem sollten wir uns an diesen Sager erinnern, wenn Pröll sich tatsächlich um das Bundespräsidentenamt bewirbt. Wollen wir jemanden, der derart Menschenverachtendes von sich gibt, überhaupt in irgend einem Amt sehen?

Ich nicht!

Josef Obermaier
129
Das Ende einer professionellen Karriere


Das Ende einer professionellen Karriere, und auch sein Kollege muss jetzt ein paar Monate pausieren.

Aber es fällt auf dass Rot und Grün zumeist auf der falschen Seite des Gesetzes stehen...

Krawutzikapuzi
00
spendenkonto

für Einkommensausfall:

123.456.789
Österreichische Parkbank

Josef Obermaier
01
Kennwort: Einbrecherkarriere

hotzenplotz1001
00
Wie viele Seiten hat das Gesetz Ihrer Meinung nach? Und:

Welche ist die richtige?

Andreas Prucha
58

Auf der falschen Seite des Gesetzes? Sorry, aber es ist nun mal illegal jemanden niederzuknallen - auch wenn der was Angestellt hat. Auf der falschen Seite des Gesetzes stehen wohl jene, die Polizisten pauschal in Schutz nehmen. Abgesehen ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass es das Ende der Karriere bedeutet. *Wenn* es einen Schuldspruch gibt, wird er schon so ausfallen, dass er weiter Dienst machen kann.

Kurzum: Auch bei Polizisten sollte es keine Vorverurteilung geben - aber auch keine pauschalen Freisprüche.

Fatigue
62

Was ist daran illegal als Polizist einem flüchtenden Verbrecher nachzuschießen, der auf keinen Zuruf reagiert? Das Problem sind Leute wie Sie, weil natürlich spricht sich Ihre Meinung in Verbrecherkreisen um. Was glauben S', wie da heißt? Einfach davon laufen! Die Bullen trauen sich eh nicht.

Hoinz
 
12

Ich glaube mit "Das Ende einer professionellen Karriere" hat Er die Einbrecher gemeint.

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