Zu viel Staat ist Klotz am Bein der Wirtschaft

5. August 2009, 15:16
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In den OECD-Ländern sind laut Expertin die Staats­apparate zu groß, Ressourcenverschwendung und Wachstumsbehinderung drohen

Wien - Ist der öffentliche Sektor zu groß, werden Ressourcen verschwendet und Wachstum behindert, so Barbara Kolm, Präsidentin des in Österreich ansässigen European Center for Economic Growth. Eine OECD-Studie zeige, dass sich das optimale Volumen des öffentlichen Sektors bei etwa 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bewege. In allen OECD-Ländern seien die Staatsapparate aber zu groß, so Kolm am Mittwoch in einer Aussendung.

"In den OECD-Ländern haben die Staatsapparate zum Teil das Doppelte jenes Volumens erreicht, das für Wirtschaft, Wachstum und Wohlstand gesund wäre. Auch in den USA und in Großbritannien ist zu viel Staat", so Kolm.

Der öffentliche Sektor dürfe weder zu klein noch zu groß sein. Ein Staatsgefüge, das nicht physische Sicherheit oder Rechtssicherheit gewähren könne, sei zu klein. Wenn ein Staat interventionistisch agiere, verschwende er Ressourcen. "Dann ist der öffentliche Sektor zu groß", so Kolm.

Einfluss untersucht

Anhand von OECD-Daten wurde mit Unterstützung des European Center for Economic Growth, des Center for Freedom and Prosperity, das in den USA seinen Sitz hat, und vom Institute for Market Economics, das in Bulgarien beheimatet ist, der Einfluss der Ausdehnung des öffentlichen Sektors auf Wirtschaft und Wohlstand untersucht.

Das Institute for Market Economics habe ermittelt, dass die öffentlichen Sektoren in den OECD-Staaten eine Ausdehnung von durchschnittlich 41 Prozent des BIP erreicht haben. "Ein solcher Staatsapparat ist für die wirtschaftliche Entwicklung ein Klotz am Bein. So wird auch die Entstehung von Arbeitsplätzen behindert", betonte Kolm.

Durch falsche Ressourcenverteilung würden Chancen zerstört, so die Expertin weiter. "Entscheidungsträger sollten hinterfragen, ob durch Interventionen in der Krise eine Gesundung der Märkte nicht eher behindert wird. Unter dem Vorwand, 'ökonomische Stimulus Pakete' zu schnüren, wächst der öffentliche Sektor überdimensional", warnte Kolm.(APA)

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    Der öffentliche Sektor wächst überdimensional - für die wirtschaftliche Entwicklung mehr Fessel als Stimulus.

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