Neue Leitung ab Herbst

5. August 2009, 12:42
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Gerichtspräsidentin Ulrike Psenner infolge schwerer Krankheit in vorzeitigen Ruhestand getreten

Wien - Nachdem erst vor wenigen Tagen die Staatsanwaltschaft Wien mit Marie-Luise Nittel eine neue Behördenleiterin erhalten hat, wird demnächst auch der Chefsessel im Wiener Straflandesgericht neu besetzt. An sich wäre die Zeit noch nicht reif für einen Wechsel, doch die in Justizkreisen geschätzte und angesehene Gerichtspräsidentin Ulrike Psenner (61) ist im Vorjahr schwer erkrankt. Nach einem mehrmonatigen Krankenstand hat sich Psenner nun schweren Herzens dazu entschlossen, in den vorzeitigen Ruhestand zu treten.

Der damit vakant gewordene Posten dürfte noch im August ausgeschrieben werden, um möglichst rasch eine neue Spitze am größten Gericht des Landes bestellen zu können. Um das Amt bewerben dürfte sich auf jeden Fall Eva Brachtel, bisher Vizepräsidentin am Straflandesgericht, die dort zuletzt interimistisch die Geschäfte geführt hat. Interesse wird auch Ingeborg Kristen nachgesagt, die seinerzeit als Schriftführerin im Grauen Haus begonnen hat. Kristen ist seit dem Vorjahr Präsidentin des Landesgerichts Krems.

Als weitere mögliche Kandidaten gelten mit Leo Levnaic-Iwanski und Friedrich Forsthuber zwei lange Jahre am Grauen Haus tätige und daher mit diesem vertraute Strafrichter. Forsthuber war bereits unter Psenners Amtsvorgänger Günter Woratsch Präsidialrichter und offizieller Gerichtssprecher. Sowohl Levnaic-Iwanksi als auch Forsthuber sind mittlerweile am Wiener Oberlandesgericht (OLG) tätig. (APA)

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