Vom Turnunterricht in die Notaufnahme

5. August 2009, 12:48
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In den vergangenen zehn Jahren stiegen Verletzungen im Schulsport in den USA um 150 Prozent

New York - Kinder sind heute gefährdeter sich während des Turnunterrichts zu verletzten als noch vor einem Jahrzehnt, zeigt eine neue Studie, die im September in der Fachzeitschrift "Pediatrics" erscheint. Laut der US-Studie stiegen jene Verletzungen, die in der Notaufnahme behandelt wurden, zwischen den Jahren 1997 und 2007 um 150 Prozent an. Als Gründe verweisen die Autoren unter anderen auf die mangelnde Beaufsichtigung der Schüler während des Unterrichts durch zu wenig Betreuungspersonen und die steigende Klassenschülerzahl in den USA. Der Anstieg wurde gleichermaßen bei Buben und Mädchen festgestellt und zieht sich durch alle Altersgruppen.

Verstauchungen und Zerrungen

Rund jede fünfte Verletzung waren Verstauchungen und Zerrungen im Beinbereich, jede siebte betraf die Arme. 70 Prozent aller Verletzungen zogen sich die Schüler in sechs Sportarten zu: Laufen, Basketball, Football, Volleyball, Fußball und Gymnastik. Schwere Verletzungen - wie Rücken und Wirbelsäulenverletzungen - zogen sich vor allem ältere Schülerinnen beim in den USA beliebten Cheerleading zu. Studienleiterin Lara McKenzie vom National Children's Hospital in Columbus, Ohio ergänzte allerdings, dass trotz erhöhten Verletzungsrisikos, die Vorteile durch Teilnahme am Schulsport überwiegen: "Die Langzeiteffekte, die durch Inaktivität enstehen, wiegen schwerer als die relativ seltenen Verletzungen im Schulsport." (Reuters/red)

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    Cheerleading ist in den USA eine beliebte Sportart - daraus resultierende Verletzungen können schwerwiegend sein

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