"Sind im Vorteil"

5. August 2009, 11:32
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Pacult vor Rückspiel bei APOP optimistisch - Rapid-Trainer warnt aber vor zypriotischer Offensive - Ausscheiden gegen Famagusta im Vorjahr ist kein Thema mehr

Nikosia - Österreichs Fußball-Rekordmeister SK Rapid geht mit einem 2:1-Vorsprung in das Drittrunden-Rückspiel der Europa-League-Qualifikation gegen APOP Kinyras Peyias. Eine beruhigende Ausgangsposition sieht zwar anders aus, dennoch zeigte sich Trainer Peter Pacult vor der Partie am Donnerstag (19.15 Uhr MESZ/live in Konferenzschaltung auf ORF1) im Neo-GSP-Stadion von Nikosia optimistisch, gegen den zypriotischen Cupsieger den Aufstieg zu schaffen und in die letzte Runde vor der Gruppenphase einzuziehen.

"Wir reisen mit dem Vorteil nach Zypern, dass wir in Führung liegen, und haben alles selbst in der Hand. Außerdem hätten wir APOP im ersten Match klarer besiegen können, auch wenn die Zyprioten die eine oder andere Möglichkeit hatten", erklärte Pacult in Anspielung an die vielen vergebenen Chancen der Hütteldorfer vor einer Woche im Hanappi-Stadion.

"...allein schon wegen der Hitze"

Allerdings hat der 49-Jährige, der neben den rekonvaleszenten Mario Tokic, Branko Boskovic und Rene Gartler auch auf Andreas Dober (gesperrt) und Veli Kavlak (Muskelprobleme) verzichten muss, vor dem Europacup-Debütanten auch Respekt. "Wir müssen uns zwar von der Qualität her nicht verstecken, aber wir wissen auch, dass es nicht einfach wird, allein schon wegen der Hitze (Anm.: Für den Spieltag wurden rund 36 Grad prognostiziert)."

Doch nicht nur die äußeren Bedingungen, auch die Stärke des Gegners bereitet Pacult leichtes Kopfzerbrechen. "Wir müssen auf die drei quirligen Spieler von APOP in der Offensive aufpassen, die sind das Um und Auf dieser Mannschaft. Viel wird davon abhängen, ob wir sie in den Griff bekommen können", warnte der Wiener.

Ein Mittel zur Entschärfung der zypriotischen Angriffe könnte eine zahlenmäßige Verstärkung des Mittelfelds sein. Pacult überlegt, vom gewohnten 4-4-2-System abzugehen und auf eine Solo-Spitze mit zwei offensiven Flügeln und Kapitän Steffen Hofmann als Freigeist im Zentrum zu setzen. "Das wäre eine Variante, andererseits muss man nicht alles über den Haufen werfen, was bisher gut funktioniert hat."

Namhafte Gegner warten

Im Falle eines Aufstiegs würden in der letzten Quali-Runde namhafte Gegner wie etwa Werder Bremen, Ajax Amsterdam, Valencia, Benfica Lissabon oder Everton warten. "Aber damit beschäftige ich mich noch gar nicht. Für mich ist es jetzt einmal nur wichtig, diese Runde zu überstehen", betonte Pacult, der auch keine Revanchegelüste wegen des Ausscheidens vor einem Jahr gegen eine zypriotische Mannschaft (Anorthosis Famagusta) verspürt. "Das ist längst vergessen. Außerdem ist Famagusta bis in die Gruppenphase der Champions League gekommen und hat dort eine gute Figur gemacht. Für mich wäre ein Weiterkommen keine Genugtuung, sondern einfach das Erreichen eines Zieles", erklärte der Betreuer.

Da das Heimstadion von APOP in der Region Paphos nicht den UEFA-Anforderungen für ein Europacup-Match entspricht, wird die Partie im über 20.000 Zuschauer fassenden Neo-GSP-Stadion von Nikosia ausgetragen. Auf einen Hexenkessel muss sich Rapid aber nicht einstellen, denn für die Partie wurden nur wenige tausend Zuschauer, darunter rund 300 Rapid-Anhänger, erwartet. (APA)

 

Technische Daten und mögliche Aufstellungen zum Drittrunden-Rückspiel in der Qualifikation zur Fußball-Europa-League am Donnerstag:

APOP Kinyras Peyias FC - SK Rapid Wien (Neo-GSP-Stadion Nikosia, 19.15 Uhr MESZ/live in Konferenzschaltung auf ORF1, Schiedsrichter Espen Berntsen/NOR) - Hinspiel 1:2:

APOP: Fani - Vitali, Galanis, Gora, Grimaldi, Zeljkovic - Edgar Marcelino, Buyse, Grabic, Liri - Semedo

Ersatz: Savva - Samaras, Bengelloun, Agathangelou, Rodrigues da Silva, Gonzalez, Neophytou

Rapid: Payer - Thonhofer, Eder, Jovanovic, Katzer - Trimmel, Heikkinen, Hofmann, Pehlivan, Drazan - Jelavic

Ersatz: Hedl - Kulovits, Patocka, Kayhan, Schösswendtner, Konrad, Maierhofer

Es fehlen: Tokic, Boskovic, Gartler (alle rekonvaleszent), Dober (gesperrt), Kavlak (Muskelverletzung)

Der Aufsteiger steht in der vierten und letzten Qualifikationsrunde (Play-off). Die Auslosung erfolgt am Freitag (13.30 Uhr) in Nyon, Spieltermine sind 18./19. bzw. 25./26. August ~

 

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    "Wir reisen mit dem Vorteil nach Zypern, dass wir in Führung liegen"

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