Krems

14-Jähriger bei Einbruch in Supermarkt erschossen

5. August 2009, 14:23
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    foto: apa/pfarrhofer

    Bei einem Einbruchsversuch in diesen Supermarkt in Krems ist in der Nacht auf Mittwoch ein Jugendlicher von Beamten erschossen worden.

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    Martin Hollunder-Hollunder (Bundeseinsatztrainer), Friedrich Kutschera (Staatsanwaltschaft Krems) und Roland Scherscher (Landespolizeikommando NOE) während der Pressekonferenz.

Beamte wollten zwei Verdächtige festnehmen, als es zum Schusswaffengebrauch kam - Jugendliche seien "amtsbekannt" - Sie trugen keine Schusswaffen

Krems - Ein Einbruch in einen Merkur-Markt in Krems a.d. Donau hat am Mittwoch in den frühen Morgenstunden für einen 14-Jährigen tödlich geendet. Der Jugendliche wurde in der Filiale von der Polizei erschossen, sein noch 16-jähriger Komplize schwer verletzt. Beide Burschen seien "amtsbekannt" und stammten aus Krems, sagte der Kremser Erste Staatsanwalt Friedrich Kutschera in einer Pressekonferenz in St. Pölten. Die Behörde leitet die Ermittlungen.

Laut Oberstleutnant Roland Scherscher vom Landespolizeikommando NÖ war um 2.28 Uhr in dem Supermarkt der stille Alarm ausgelöst worden. Daraufhin sei eine Streife zu der Filiale in der Landersdorfer Straße 8 entsandt worden und etwa gleichzeitig mit einem Vertreter von Merkur eingetroffen. Bei der Kontrolle in dem Objekt sei es gegen 2.55 Uhr in völliger Dunkelheit zu einem "plötzlichen Kontakt" mit den Tatverdächtigen und zur Abgabe von Schüssen gekommen.

Spitzhacke und Schraubenzieher als Einbruchswerkzeug

Die Burschen hatten selbst offenbar keine Schusswaffen bei sich. Sie trugen einen Schraubenzieher und eine Gartenhaue bei sich und seien demnach "im technischen Sinn" bewaffnet gewesen, nicht jedoch nach dem Waffengesetz, erläuterte der Kremser Erste Staatsanwalt Friedrich Kutschera in einer Pressekonferenz. "Keine weitere Auskunft" erteilte Kutschera dahingehend, weshalb die Jugendlichen "amtsbekannt" seien.

Die Leiche des 14-jährigen Florian P. sollte noch am  Mittwoch obduziert werden, sagte der Staatsanwalt. Die Tatortbearbeitung erfolgt durch das Landeskriminalamt NÖ. Mit der Untersuchung des Schusswaffengebrauchs durch die beiden Beamten der Kremser Streife habe das Innenministerium das Landespolizeikommando OÖ betraut.

Seitens der Staatsanwaltschaft seien die Polizisten und Zeugen zu vernehmen, erläuterte Kutschera das weitere Prozedere. Außerdem werde ein Sachverständigengutachten eingeholt. Die Beamten seien psychisch schwer beeinträchtigt. Es handle sich um erfahrene Kollegen, die nunmehr durch die Polizei selbst psychologisch betreut würden, so Scherscher. Wann die Beamten vernehmungsfähig seien, stehe vorerst nicht fest, sagte Kutschera.

Ob die Beamten attackiert worden seien, wisse er nicht, verwies der Staatsanwalt darauf, dass noch keine Einvernahmen stattgefunden hätten. Zu dem Schusswaffengebrauch sei es vor dem Fleischlagerraum gekommen. Die Verdächtigen hätten sich dort in einer Nische versteckt. Im Supermarkt sei es jedenfalls "völlig dunkel" gewesen.

Ein Projektil gefunden

Vorerst sei ein Projektil gefunden worden, es habe "sehr hoch oben" eingeschlagen. Ob es sich dabei um einen Warnschuss gehandelt habe, könne er nicht sagen. Kutschera unterstrich, dass beide Beamten gefeuert hätten. "Wer getroffen hat, weiß ich nicht."

Die Spurensicherung am Tatort bezeichnete der Staatsanwalt u.a. unter Verweis auf "volle Regale" als "sehr kompliziert". Es handle sich um "umfangreiche Arbeit". Die Merkur-Filiale sei geschlossen.

Rollbalken aufgezwängt

Fest steht, wie die laut Kutschera gebürtigen Österreicher Florian P. (14) und der noch 16-jährige R. in die Filiale gelangt waren. Sie hätten demnach zunächst versucht, die Hintereingangstür aufzubrechen, was jedoch nicht gelungen sei. Daraufhin hätte das Duo den Rollbalken einer Laderampe aufgezwängt und damit den stillen Alarm ausgelöst. Die Jugendlichen seien nicht dazu gekommen, etwas zu stehlen, so Kutschera.

Es stand vorerst auch noch nicht fest, ob die Beamten bei der Kontrolle der Filiale mit Taschenlampen ausgerüstet waren, so Chefinspektor Martin Hollunder. Sie hätten bei ihrem Einsatz keine Verstärkung angefordert, ergänzte Oberstleutnant Roland Scherscher vom Landespolizeikommando. Er bezeichnete den Schock bei den Angehörigen des Getöteten ebenso wie des verletzten Jugendlichen als sehr groß. "Wir bedauern den Ausgang dieses Vorfalls, der genau untersucht wird."

Einsatztraining

Hollunder, der Bundeseinsatztrainer ist, verwies darauf, dass Polizeibeamte 20 Stunden Einsatztraining pro Jahr zu absolvieren hätten. Es handle sich dabei um jeweils vier Stunden Schießen, Einsatztechnik und -taktik sowie um acht Stunden "interaktives Szenarientraining" mit Kunststoffmunition und Schutzausrüstung. Letzteres könne "annähernd jenen Stress erzeugen", der der Realität nahekomme. Pfefferspray gehöre zur Ausrüstung der Beamten, erziele jedoch nur bis zu einer Entfernung von maximal vier Metern Entfernung auch Wirkung. Eine damit attackierte Person könne nicht nur kampffähig bleiben, sondern durch den ausgelösten Schmerz sogar noch aggressiver werden, so der Bundeseinsatztrainer. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 2406
Ash 3000
00
11.8.2009, 21:51
shot in the back ?

Es ist sehr wohl richtig den Job und die Performance der Polizei als InhaberIn des Gewaltmonopoles anhand des verfübaren Wissens (aus den Medien !) zu beurteilen. Das hat nichts mit "Vorverurteilung" zu tun.

Alle die es nervt, wenn "anti-polizei-reflexe" in der Diskussion auftachen, sollten sich zunächst fragen, ob nicht ein Konsens darüber besteht, dass es im Nachhinein besser gewesen wäre wenn die beiden Jungs (oder Einbrecher) entkommen wären, anstatt verletzt zu werden und zu sterben.

Ab dann könnte dieser Fall Diskutiert werden. Wer dass anders sieht, muss auch eine andere Diskussion führen. (Todestrafe, etc.)

Gewaltanwendung und Schusswaffengebruch nur bei einem gefährlichen Angriff - nicht bei "Einbruch" oder gar "Flucht".

Gismoflorian
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Interview mit der Mutter

So tragisch der Tod auch ist, aber die Tränen hätten der Mutter schon früher kommen müssen, nämlich als die Polizei das erste mal den Buben heimbrachte oder als man sie von diversen öffentlichen Freizeiteinrichtungen anrief, dass ihr Sohn Hausverbot hat (und das mit 12 Jahren – da kann man sich schon vorstellen, was für ein NETTER ZEITGENOSSE das Bürschchen war!), weil er sich derartig aufgeführt hat, dass sich andere Gäste permanent beschwert haben.
Da muss ich mir doch Gedanken machen, wenn mir mein minderjähriges Kind von der Polizei heimgebracht wird und dann entsprechende Handlungen setzen! Aber sie hat allen nur die sprichwörtliche "Goschn" angehängt - ihr Sohn macht das nicht!!!
sieht man eh, alle beide kriminell

David Rosse
 
01

ihr solltet euch lieber fragen:

wieso ein 14 jähriger in unserer ÜBERFLUSS GESELLSCHAFT überhaupt einbrechen geht....

aber ich schreib garnicht weiter da meine postings so und so scheinbar zensiert werden...

O.L.

Gismoflorian
00
noch was

fällt auf, dass in der zib2 ein mädchen gesagt hat: es waren mehrere.
frage reporter: wie mehrere?
na mehrere burschen, 2 sind bei ihnen in den hof gelaufen u noch einer ist davongelaufen
(...)
also waren vielleicht doch mehr als 2 drin und daher kam es dazu dass geschossen wurde, weil die beiden polizisten geräusche hörten, warnschüsse in richtung geräusche abgaben usw., usw.......

Gasflasche
00
Polizistin bitte nicht vergessen, POLIZISTIN


Wir wollen die ganze Wahrheit erfahren ...

Godfather Of Foul
00
10.8.2009, 22:13

ich dachte, die wird eh mitgedacht wenn man polizist sagt.

Doc_Renbert
00
Warnschuss in Richtung Geräusch....

....ist dann aber ein etwas seltsamer Warnschuss- der sollte vermutlich nach oben abgegeben werden - wenn die Decke hoch genug ist.

Einer der Schüsse hat allerdings die Scheibe oben im Eingangsbereich durchschlagen laut Zib Video.

Die Nutte La
00
2343 Postings bisher...


absolut hitverdächtig, der Artikel!

Gismoflorian
31
Amnesty International

Die wollen eine genaue Untersuchung....
würde sie die auch wollen, wenn der täter den/die Polizisten/in erschossen hätte????

und nochmals was macht ein 14-jähriger um 3 uhr in der nacht im supermarkt mit einbruchswerkzeug????
werden da eigentlich auch die eltern wegen vernachlässigung der aufsichtspflicht - wie es sonst auch immer geschieht, wenn ein kind zu schaden kommt - herangezogen?
wäre schon interessant, denn alle schuld den polizisten zu geben ist einfach! da sind andere auch schuld, vor allem der ein verbrechen verübt, muss damit rechnen, dass ihm was passiert!

brennessel
00
10.8.2009, 22:28

Sie haben den Sinn und Zweck von Amnesty International ganz offensichtlich nicht verstanden.

Siehe
de.wikipedia.org/wiki/Amnesty_International#Ziele_und_Arbeitsweise

Glauben Sie wirklich, dass Gewalt gegen Polizisten und Polizistinnen in irgendeinem Staat dieser Welt vertuscht wird wie es umgekehrt erwiesener Maßen passiert?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie allen Ernstes den Unterschied nicht begreifen.

Godfather Of Foul
00
10.8.2009, 22:24

Ganz wurscht ob die Erschießung gerechtfertigt war oder nicht.
Die Polizei würde jedenfalls glaubwürdiger sein, würde sie nicht reflexartig immer den anderen, den Opfern, die Schuld geben.
Und genau darum geht es. Die Polizei wird nur ganz selten für ihre Verbrechen bestraft.
Und wenn, dann kommen die mkeisten mit einem blauen Auge davon.
Schauen Sie sich doch nur einmal die Verurteilungen der letzten Jahrzehnte an.

Die Nutte La
11
und nochmals was macht ein 14-jähriger um 3 uhr in der nacht im supermarkt mit einbruchswerkzeug????


Vielleicht...

einbrechen...???

Der Verdacht drängt sich jedenfalls auf, wenn man den Artikel liest.

Frage ist, warum Sie Ihre Frage in dieser Suggestivform stellen? Ihre "Andeutung", damit wär's schon ok, daß er erschossen worden ist, geht ziemlich an den Grundlagen des Rechtsstaates vorbei!

flaute
11

leider kann man schon vorausahnen, dass dieses ereignis für viele leute einen grund darstellt, in zukunft die polizei mit tasern auszustatten, anstatt die polizisten ausreichend für gefahrensituationen und den umgang mit einer feuerwaffe auszustatten.

leider werden eben oft falsche konsequenzen gezogen.

aber ein polizist hat ja schließlich nichts zu befürchten in österreich, selbst wenn er leute unnötigerweise erschießt.

in den usa hat sich ausreichend gezeigt, dass taser in vielen fällen auf abartige weise verwendet werden, und dass die hemmschwelle diesen taser zu verwenden im gegensatz zu einer schusswaffe drastisch sinkt.

Fu Long
77
Tut mir leid! Aber wer eine verbrecherische Tat wie diese verübt, muss mit einem solchen Ausgang rechnen!

Tun ma net wieder den Täter zum Opfer machen.
Wenn das Ganze was gutes hat: vielleicht werden dadurch andere Gewalttaten verhindert.

Myview
00
31.8.2009, 11:27

Welche Tat meinen Sie? Wohl den Angriff auf einen Polizisten; ich hoffe Sie meinen nicht einen Einbruch.

Mir missfällt es, dass die meisten kriminellen Handlungen ohne Folgen bleiben, und ich mochte während meiner Jugend Menschen mit großer Klappe auch nicht, daher möchte ich das Opfer nicht aus persönlichen Gründen in Schutz nehmen. Dennoch glaube ich, dass ein Schusswaffengebrauch in keinem Fall "gerechtfertigt" war.

Wenn die Polizisten tatsächlich "überrascht" wurden und im Affekt gehandelt haben, weil sie die Bedrohung überschätzt hatten, wäre ein mildes Urteil angebracht. Ist dies nicht der Fall, kann mir keiner weis machen, dass sich zwei ausgebildete Polizisten nicht anders gegen einen Jugentlichen mit Gartenhake wehren können...

Die Nutte La
01
Wenn das Ganze was gutes hat: vielleicht werden dadurch andere Gewalttaten verhindert


Meinen Sie von der Polizei verübte, oder von "normalen" Kriminellen?

Gasflasche
81
Erwartungsgemäß war eine Polizistin am Werk

Doc_Renbert
31
Die Beamten sind noch nicht vernehmungsfähig..

...zumindest so wird es in den Medien verlautbart....aber sie haben ja bereits Angaben zum Ablauf gemacht???

Sie haben die Uhrzeit, den Ablauf, den Ort des Schusswechsels,die Anzahl der abgefeuerten Projektile, die Umstände,etc. angegeben.


Also wo ist hier die Unfähigkeit zur Einvernahme (bevor von "oben" Aussagen freigegeben werden)
???


Andreas Kiss
23

die zwei werden gebrieft was sie sagen dürfen

Esme Weatherwax
57

Auch kein Wunder, bei dem Maß an Vorverurteilung durch die von den Ketten gelassene G*tmenschenbrigade.

Der berüchtigte Kleinhirn-Malstift
00
bin schon angemeldet für die Polizeiakademie :-)

... wenn i fertig bin darf ich dann Ihr Kind erschießen (in den Rücken) und Sie werden noch DANKE sagen und mich verteidigen... :-D

Doc_Renbert
10
sind die beiden dann...

.....scheinbar Schle**tmenschen ?
Ich frag nur.....

skip it
01
tip zur abendlektuere:..

...musil, "der mann ohne eigenschaften".

schlagen s' nach unter 'tugut'.

dann kommen s' wieder.

das gegenteil von gutmensch ist demnach "guter mensch" und das gegenteil von tugut ist "tut gutes".

lesen kann wissensluecken ungemein verengen und gleichzeitig das weltbild ungemein verbreitern.

sie sollten es einmal versuchen.

Doc_Renbert
10
Musil gerne aber wozu sollte ich ...

....ihr Gemurks lesen??

Die besonders aus dem rechten Eck immer wieder gern gerülpste Gutmensch "Beleidigung" lässt für die beiden Beamten - welche ja von der "von den Ketten gelassenen Gutmenschenbrigaden" "vorverurteilt" werden (siehe posting Esme) nur zu, dass sie diesen nicht angehören - ergo Schlechtmenschen sind.

Krawutzikapuzi
58
nun wissen wir mittlerweile

2 liebe kirchentreue kinderl stellten sich bereits verfrüht beim merkur an, um für ihre bettlägrige Oma Brot für die Frühvesper zu kaufen. Das Heindl hatten sie für die morgendliche Feldarbeit bereits dabei, auch den Gesichtssonnenschutz. Plötzlich wurden sie im halbdunkel von zwei uniformierten Schergen angegriffen, verzweifelt versuchten sie sich zu wehren, einer dieser Mörer streckte einen der beiden unschuldigen Kleinkinder mit gezielten Schüssen nieder.

Das Seligsprechungsansuchen für die beiden Erntehelfer ist in Arbeit.

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Posting 1 bis 25 von 2406

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