Ex-UN-Botschafter Bolton kritisiert Clinton

4. August 2009, 19:54
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Bush-Vertrauter sieht "sehr schlechtes Signal"

Washington - Der frühere UN-Botschafter der USA, John Bolton, hat heftige Kritik an dem Nordkorea-Besuch von Ex-Präsident Bill Clinton geübt. Von der Reise nach Pjöngjang gehe ein "sehr schlechtes Signal" aus, weil sie das "schlechte Verhalten" der nordkoreanischen Regierung belohne, sagte Bolton, der die USA unter Präsident George W. Bush bei der UNO vertrat, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Washington. Clintons Gespräche mit der nordkoreanischen Führung kämen "Verhandlungen mit Terroristen gefährlich nahe", fügte Bolton hinzu.

Unter Bush hatten die USA bilaterale Verhandlungen mit Nordkorea abgelehnt, das der damalige Präsident als Teil einer "Achse des Bösen" brandmarkte. Die USA nahmen lediglich im Rahmen der Sechs-Länder-Gespräche an Beratungen über Nordkoreas Atomprogramm teil. Bushs früherer Botschafter Bolton zog die Darstellung des Weißen Hauses in Zweifel, wonach Clintons Besuch in Pjöngjang rein privat sei. "Er ist ein früherer Präsident, der mit der Außenministerin verheiratet ist: Das hat nichts Privates", sagte Bolton. (APA)

 

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