Von der Terrorgruppe zur Partei

4. August 2009, 19:00
16 Postings

Die "Palästinensische Nationale Befreiungsbewegung" Fatah wurde 1958 in Kuwait gegründet, mit dem Hintergrund, die "Befreiung Palästinas" in einem internationalen Kontext des Kampfes gegen Kolonialismus und Imperialismus zu erreichen. Die ersten Anschläge auf Israel 1964 brachten die Organisation in die Weltöffentlichkeit. 1967 trat die Bewegung der PLO bei und übernahm zwei Jahre später den Vorsitz durch Fatah-Gründungsmitglied Jassir Arafat. Nachdem die PLO/Fatah zuerst aus Jordanien und später aus dem Libanon vertrieben wurde, verstreuten sich ihre Mitglieder in verschiedene Staaten. Die Friedensverhandlungen Oslo I und II Anfang der 1990er-Jahre veränderten die Bewegung von einer paramilitärischen Organisation zu einer politischen Partei, die dem Terrorismus abschwört und Israel anerkennt. Heutige Probleme der Fatah sind vor allem der Gegner Hamas und Austritte der Mitglieder. (bev/DER STANDARD, Printausgabe, 5.8.2009)

Share if you care.