Gedoptes Pferd, gesperrter Scheich

4. August 2009, 17:41
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Präsidentinnengatte setzt sechs Monate aus

Amman - Die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) hat Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum wegen Dopings für sechs Monate gesperrt. Die Sperre für den Ehemann der jordanischen Prinzessin Haya Bint Al Hussein, die der FEI pikanterweise als Präsidentin vorsteht, hat rückwirkend bereits begonnen, sie endet am 3. Oktober.

Al Maktoums Pferdetrainer Abdullah Bin Huzain wurde für ein Jahr gesperrt, weil er dem Pferd Tahhan die verbotenen Substanzen vor einem Wüstenrennen verabreicht haben soll. Im April war bekannt geworden, dass mehrere Pferde des Scheichs von Dubai, der auch Vizepräsident und Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ist, bei Wettbewerben im Distanzreiten positiv getestet worden waren. Tahhan, den Al Maktoum selbst ritt, war im Vorjahr zweimal positiv, auf das Steroid Stanozolol und ein Bluthochdruckmedikament. Die Präparate waren ihm vor einem 120-km-Wüstenrennen durch Bahrain und Dubai verabreicht worden. Tahhan wusste davon natürlich nichts

Al Maktoum hatte die Doping-Tests selbst angeordnet, dies wurde ihm wohl zugutegehalten. Wobei nicht die Gattin und Präsidentin selbst zugutehielt, sondern ihr FEI-Stellvertreter, der Neuseeländer Chris Hodson, dem sie aufgrund ihrer Befangenheit die Aufarbeitung des Falls überlassen hatte. Prinzessin Haya Bint Al Hussein, Tochter des verstorbenen jordanischen Königs Hussein, hielt auch anlässlich der Dopingdiskussionen in Deutschland allerdings schon mehrmals fest, dass sich die Reiter nicht auf ihre Tierärzte ausreden dürften. "Der Reiter muss alles über sein Pferd wissen." (fri, sid, APA, DER STANDARD, Mittwoch, 5. August 2009)

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    Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum, auf dem hohen Ross anlässlich eines 60-km-Distanzritts in Syrien im Mai '08.

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