Verspielte Wesen

4. August 2009, 16:43
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Dass Kinder spielen, ist wichtig für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und das Erlernen bestimmter Fähigkeiten. Auch bei Tieren hat das Spielen die Funktion, auf den Ernst des Lebens vorzubereiten.

Frage: Warum spielen Kinder so viel und gerne?

Antwort: Der Mensch hat einen natürlichen Spieltrieb, der bei Kindern ganz besonders ausgeprägt ist. Kinder brauchen das Spiel für ihre Entwicklung, um ihre Persönlichkeit zu entfalten. Beim Spielen lernen Heranwachsende den Umgang mit Dingen, sie schärfen ihre Sinne und ihre Denkfähigkeit. Auch für das soziale Verhalten und die Entwicklung von Gefühlen ist Spielen wichtig.


Frage: Haben nur Menschen einen Spieltrieb?

Antwort: Nein. Auch Säugetiere spielen in der Zeit des Heranwachsens. Das kann man beispielsweise bei jungen Katzen beobachten: Sie raufen im Spiel miteinander und üben dabei für später, wenn sie mit Rivalen kämpfen müssen oder auf Beutezug gehen.


Frage: Warum spielen auch Erwachsene - zum Beispiel Kartenspiele?

Antwort: Weil sie sich damit gern die Zeit vertreiben, Lust aufs Spielen verspüren und weil es in unserer Kultur auch eine gewisse Spieltradition gibt. Oft misst man sich im Spiel auch mit den anderen. Es geht darum, wer die bessere Strategie hat oder auch um körperliche Fähigkeiten - zum Beispiel bei verschiedenen Ballspielarten. Bei solchen Spielen wie etwa Fußball gehen Tausende in die Stadien und sitzen Millionen vor dem Fernseher. Das zeigt, dass Menschen gern beim Spielen zusehen und gar nicht selbst am Spielfeld stehen müssen, um Spaß zu haben.


Frage: Wie haben sich die Brettspiele entwickelt?

Antwort: Was heute ein Brettspiel ist, hatte früher einen kriegerischen Zweck: Mit Figuren hat man bereits geschlagene Schlachten nachgestellt, um zu analysieren, was dabei richtig und was falsch gelaufen war. Man spielte quasi etwas nach, um es im Idealfall beim nächsten Mal besser machen zu können. (Gudrun Springer; DER STANDARD, PRint-Ausgabe, 1.8.2009)

 

 

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