EU erwartet trotz Krise bis zu 2 Mio. Jobs durch Breitband-Internet

4. August 2009, 14:39
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Österreich ohne große Fortschritte bei Breitband im Festnetz, aber dynamisches mobiles Internet

Das Breitband-Internet hat trotz der gegenwärtigen Wirtschaftskrise noch ein großes Jobpotenzial für Europa. Nach Schätzungen der EU-Kommission könnten bis 2015 bestenfalls mehr als zwei Millionen Arbeitsplätze in der EU durch die digitale Wirtschaft geschaffen werden. Grundannahme der EU-Kommission ist die Schaffung von über eine Million Jobs durch schnelles Internet in den kommenden sechs Jahren.

Bericht der EU-Kommission über die digitale Wettbewerbsfähigkeit

Wie aus dem am Dienstag in Brüssel veröffentlichten Bericht der EU-Kommission über die digitale Wettbewerbsfähigkeit hervorgeht, hat Europa seit 2005 große Fortschritte im digitalen Sektor gemacht. So nutzten heute 56 Prozent der Europäer regelmäßig das Internet, 80 Prozent von ihnen über einen schnellen Internetanschluss (gegenüber nur einem Drittel im Jahr 2004). Damit steht Europa nach Angaben der Kommission bezüglich Breitband-Internet an der Weltspitze.

Mit mehr Mobilfunknutzern als Einwohnern - der Verbreitungsgrad beträgt 119 Prozent - sei Europa "der weltweit erste wirklich mobile Kontinent". "Damit dieser Vorteil aber tatsächlich in ein nachhaltiges Wachstum und neue Arbeitsplätze umgesetzt werden kann, müssen die Regierungen Führungsstärke zeigen und koordinierte Maßnahmen treffen, um bestehende Hindernisse für neue Dienste zu beseitigen", betonte die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding.

Platz 12

Die Informationsgesellschaft sei in Österreich im Großen und Ganzen weiter entwickelt als im EU-Durchschnitt, heißt es in dem Bericht der EU-Kommission. Österreich sei Spitzenreiter beim Angebot von elektronischen Dienstleistungen der Regierung. Außerdem habe Österreich viel Wert auf die Entwicklung von sicheren elektronischen Transaktionen gelegt, als Beispiel wird etwa die eCard genannt. Während die Breitband-Zugänge im Festnetz "keinen besonderen Fortschritt" aufwiesen, entwickle sich das mobile Internet schneller als in den meisten EU-Ländern.

In Österreich verfügen 21,4 Prozent der Bevölkerung über einen Breitband-Anschluss im Festnetz, dies entspricht EU-weit Rang zwölf. Bei der Nutzung des Internet liegt Österreich laut dem Bericht an neunter Stelle in der EU. (APA)

 

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