Direktoren diskutieren Ministeriumsvorschlag

4. August 2009, 14:38
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KHM-Chefin Haag: "Unser Wunsch ist, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen"

Wien - Nicht zu einer außerordentlichen "Direktorenkonferenz", sondern lediglich zu einem "internen Abstimmungsgespräch" sind die Leiter der österreichischen Bundesmuseen laut ihrer derzeitigen Vorsitzenden, KHM-Chefin Sabine Haag, am Montagnachmittag zusammengekommen. Dabei ging es um jene Neuordnung der Museenlandschaft, die Kulturministerin Claudia Schmied angekündigt hat. Konkret zu den diskutierten Inhalten äußern wollten sich weder Haag noch eine Ministeriumssprecherin: Die Direktoren seien den "Vorschlag des Ministeriums Punkt für Punkt durchgegangen", und es ist "in unser aller Interesse, da möglichst bald zu einer Einigung zu kommen", so Haag.

Laut Medienberichten gibt es widersprechende Vorstellungen bei Ministerium und Museen u.a. über die Rahmenzielvereinbarungen, die die Strategien der einzelnen Häuser auf jeweils drei Jahre festlegen sollen. "Das Ministerium will konkrete Ziele und Zuständigkeiten verankert wissen, die Direktoren hingegen pochen auf ihren Autonomiestatus - und wollen sich in die Programmatik nichts dreinreden lassen", wie der STANDARD berichtete.

An einem Strang

"Unser Wunsch ist, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen und gemeinsam mit dem Ministerium eine Fassung erarbeiten, die machbar ist für alle Museen", sagt Haag. Dass es in einem solchen Prozess "immer wieder zu Diskussionen kommen kann, ist klar und nichts Ungewöhnliches". Es sei aber ein "sehr großes Anliegen, die Diskussionen intern zu führen und dann konstruktive Gespräche mit dem Ministerium" abzuhalten. Die Rahmenzielvereinbarungen würden von den Direktoren einzeln mit dem Ministerium ausgehandelt, so Haag, die heute, Dienstag, eigene Gespräche mit dem Ministerium ankündigte.

Dass auf Beamtenebene derzeit Gespräche mit den Museumsdirektoren stattfinden, bestätigte eine Ministeriumssprecherin. Diese seien ein "konsensualer Prozess", den man derzeit "inhaltlich nicht kommentieren" will. Die Gespräche über die Museumsneuordnung sollen "bis in den Herbst hinein" abgeschlossen werden, die Ergebnisse dann präsentiert werden. (APA)

 

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