BZÖ über "Kärnten-Beschimpfung" erzürnt

4. August 2009, 12:51
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Partei kritisiert Beitrag über Haider-Ausstellung und wird Popularbeschwerde einbringen - Scheuch: "Überlegen, die Bezahlung der GIS-Gebühren zu bestreiken"

Ein Beitrag in der ORF-Sendung "Kulturmontag" stößt beim BZÖ auf heftige Kritik. Thematisiert wurde die geplante "Gedenkausstellung" für den verstorbenen Landeshauptmann Jörg Haider im Bergbaumuseum auf dem Klagenfurter Kreuzbergl. BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz echauffiert sich in einer Aussendung und spricht von einer "skandalösen Kärnten-Beschimpfung". Strutz: "Allein die Frage 'woran krankt die Kärntner Seele' ist eine inakzeptable Beleidigung aller Kärntnerinnen und Kärntner und bewusst manipulativ. In alter Manier wurde die 'Nazikeule' geschwungen und mit nicht nachvollziehbaren Argumenten Kärnten ins rechte Eck gestellt."

Popularbeschwerde

Strutz ortet eine "diffamierenden Berichterstattung" und kündigt eine Popularbeschwerde des BZÖ an: "Dieses Pamphlet, das nur zum Ziel hatte, Kärnten und die Bevölkerung zu beschimpfen, hat im öffentlich rechtlichen Fernsehen nichts verloren." Ebenfalls via Aussendung legt Parteikollege Uwe Scheuch noch nach: "Nach dem gestrigen Kulturmontag auf ORF müsste man sich als Kärntner ernsthaft überlegen, die Bezahlung der GIS-Gebühren zu bestreiken. Eine derart niveaulose und verallgemeinernde Beschimpfung Kärntens hat im Programm eines Senders, der per Gesetzt zu Ausgewogenheit und Objektivität verpflichtet wäre, nichts zu suchen."

Entschuldigung gefordert

Der ORF sei "jetzt offenbar nicht nur wirtschaftlich, sondern auch journalistisch am Ende", so Scheuch. Weiter schreibt er: "Klagenfurt ist nicht nationalsozialistisch kontaminiert. Kärnten ist nicht peinlich. Und die Kärntner Seele ist auch nicht krank." Ebenso wie Strutz fordert auch Scheuch eine "Entschuldigung" von Generaldirektor Wrabetz und "Konsequenzen für die Verantwortlichen dieses Beitrags". (red)

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