Simulation

Eine "Tarnkappe" für die gesamte US-Ostküste

4. August 2009, 13:18
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    foto: optics express

    Die Illustration zeigt eine simulierte elektromagnetische Welle, die rund um die US-Ostküste geleitet wird und sich dabei verhält, als würde sie sich geradeaus bewegen.

Bostoner Wissenschafter legen theoretische Basis bei Metamaterialien und Transformationsoptik

Chestnut Hill - Die Entwicklung leistungsfähiger Tarnkappen im sichtbaren Lichtspektrum macht in einigen Bereichen beeindruckende Fortschritte. Auf der Basis vorangegangener Ergebnisse auf den Gebieten der Material- und Optik-Forschung haben Physiker am Boston College Gebiet nun in theoretischer Hinsicht einen neuen Weg eingeschlagen: Es gelang ihnen damit Lichtstrahlen mithilfe sogenannter Metamaterialien noch präziser als bisher zu steuern. Zumindest in der Simulation ließe sich damit die US-Atlantikküste gleichsam verschwinden lassen.

Die Methode baut auf der bisherigen Forschung zu Tarnkappen auf, doch können mit der Neuentwicklung elektromagnetische Wellen beispielsweise um Gebäudeecken geleitet werden. Die Wellen verhalten sich dabei dennoch so, als würden sie sich in gerader Linie ausbreiten.

Transformationsoptik

Metamaterialien sind Kompositmaterialien, die in der Natur nicht vorkommende Eigenschaften wie einen negativen Brechungsindex haben können. Sie bilden einen Schwerpunkt der Tarnkappen-Forschung, etwa mit speziellen Algorithmen zur Herstellung solcher Materialien. Ein zweiter Ansatz der wissenschaftlichen Arbeit ist die Transformationsoptik, die praktisch die Betrachtungsweise des Raums verändert.

"Wir zeigen, dass unsere Strukturen Licht in einer noch nie da gewesenen Frequenzspanne in praktisch beliebiger Weise leiten können", so Assistenzprofessor Willie J. Padilla und sein Kollege Nathan Landy. In einer Simulation ist es den Forschern sogar gelungen, mit ihrem Ansatz einen Lichtstrahl über eine gewaltige Strecke unter anderem entlang der US-Atlantikküste zu leiten, berichten sie in einer demnächst erscheinenden Ausgabe der Fachzeitschrift Optics Express.

Das Wissenschafter vom Boston Colleg erklärten, dass sie durch eine neue Art, den Raum abzubilden, Licht präzise und effizient auf Bahnen leiten können, die dafür bislang zu komplex waren - etwa 90-Grad-Winkel oder Küstenlinien. In der Simulation kann ein Lichtstrahl so dem Verlauf des Randes der US-Landfläche folgen - von Michigan über Maine, entlang der Atlantikküste, um Florida herum bis nach Louisiana. "Unsere Methode kombiniert die neuartigen Effekte der Transformationsoptik mit der praktischen Anwendbarkeit eines dielektrischen Aufbaus", so die Forscher. Denn ihr Gerät wird mit relativ häufigen nichtleitenden Materialien wie dielektrischem Silizium konstruiert. (red/pte)

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13 Postings
Raubkopierer
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...warum sollte man die ostküste verschwinden lassen wollen? ein blick in den atlas und man weiss wo sie ist.und was seh ich dann stattdessen? meer? kanada? schwarz (was ausbleiben von licht heißen würde)?

her wig
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Haben die auch ausgerechnet wie viel Materialbedarf so eine Tarnkappe hätte? Ich glaub' allerdings eher, dass das nur als Beispiel für komplexe Formen gedacht war, genauso gut könnte man also mit einer Tarnkappe für die Läuse des First Dog werben.

m m 10
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Metamaterialien sind Kompositmaterialien, die in der Natur nicht vorkommende Eigenschaften wie einen negativen Brechungsindex haben können.

mal abgesehen davon, dass ich da für ein "die" wäre, vielleicht haben wirs einfach nicht gefunden, weil getarnt sind ;-)

Nick Tameer
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Das sollte ein Fest für gewisse Verschwörungstheoretiker sein, für die Ostküste (da fängt's doch schon an, warum nicht Westküste, ginge doch an sich genau so gut, hä?) und Tankappe schon immer eine tiefere, innere Verbindung hatten.

Emiliano Zapata
 
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Westküste, ginge doch an sich genau so gut

nein, die westküste eignet sich nicht für einen solchen vergleich, das sie verhältnismässig geradlinig ist, während die us-ostküste schon mal mit florida und der teilung in den golf und atlantik eine stärkere gliederung aufweist. daher ist das beispiel für die tarnkappe dort anzuwenden.
aber wenn ich das richtig verstehe: würd ich dann in kuba glauben, dass bis kanada nur meer ist, weil ich eben die us-küste nicht sehe?

conan der barbier
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tut mir leid, ich blick bei der tarnkappengeshcichte überhaupt nicht durch. im prinzip ist mir klar, was erreicht werden soll/erreicht wird, aber, was genau machen die ominösen "Metamaterialien", dass man damit das licht quasi beliebig lenken kann.

also, irgendwie klingt das total wirr und nach science fiction, was es aber offenbar nicht ist. *verwirrtbin*

kann mir jemand einen guten(!) link geben, wo das einigermaßen gut , und nicht oberflächlich-wikipediamäßig erklärt wird? danke im vorraus

Hansi müller3
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Das hat der Autor des Artikels sicher auch nicht

Woher soll das Licht wissen dass es nach X Milliarden Wellenbergen und Tälern genau eine Kurve machen soll.

Eine innere Zählmechanismus der den EM Wellen innewohnt und mit Lichtgeschwindigkeit auf der Welle mitfährt ist bisher nicht entdeckt worden und wird es auch sicher nie.

dr.no3
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und ich hab mich schon gefragt

warum kann ich diese US-Atlantikküste nicht sehen

Sitacui
03

Man muß ja nicht gleich die ganze US-Ostküste verschwinden lassen. Aber vielleicht eine kleine tropische Insel, damit man dort in Ruhe Eisbären züchten kann.

-[daV bOz]-
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5 Monate noch!

homer simpson9
 
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was ist dieses +1 -1 in der legende ?

Bernhard Kubicek
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das 1 und 1

der Computersimulation ist das schöne Bild. Der Rest ist fast schon Nebensache :)
Simulantionsexperten nennen sich deshalb auch liebevoll Simulanten. </ironie>

hirnstroem
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Diese Illustration zeigt nichts von Belang.

Die 1..-1 sollen die "Aussengrenzen" für das für den Menschen sichtbare Lichtspektrum darstellen.

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