Salzach überschritt in Mittersill die Warngrenze

4. August 2009, 12:03
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Hydrographischer Dienst gab Entwarnung - 71 Liter Regen seit gestern in der Stadt Salzburg

In Salzburg haben die starken Regenfälle seit Montagabend zu einem Steigen der Pegelstände geführt, zu gröberen Problemen kam es aber kaum. Im nördlichen Flachgau mussten die Feuerwehren auch am Dienstag noch einige offene Dächer reparieren, in der Stadt Salzburg kam es an der Hochwasser führenden Glan zu Verklausungen. Seit gestern sind in der Mozartstadt 71 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.

Die Salzach erreichte um 11.00 Uhr in der Stadt Salzburg einen Pegelstand von 5,95 Meter, das ist knapp ein halber Meter über der Meldegrenze. Auch in Golling und im Pinzgau überschritt die Salzach die Meldegrenze, in Mittersill wurde sogar die Warngrenze erreicht. Dennoch gab der Hydrographische Dienst Entwarnung: Mit Ausuferungen ist nicht zu rechnen, das Ereignis sei drei- bis fünfjährlich einzustufen.

Die größten Regenmengen sind laut Josef Haslhofer von der ZAMG in Salzburg in den Nordstaulagen zwischen dem Mitterpinzgau und dem Salzkammergut gefallen, der höchste Wert wurde in der Landeshauptstadt mit 71 Litern verzeichnet. In Lofer waren es 50 Liter, in St. Johann im Pongau nur 24. Im Lauf des Nachmittags werden die Niederschläge abklingen, vielleicht 15 Millimeter seien noch zu erwarten, sagte der Meteorologe zur APA.

Im Landesfeuerwehrkommando wurden heute zunächst 15 Einsätze verzeichnet, die meisten immer noch im Norden des Bundeslandes wegen abgedeckter Dächer - hier hatte ein Sturm am Sonntagabend die Abdeckungen wieder weggerissen, die vor zehn Tagen nach einem schweren Hagelunwetter kaputte Dächer ersetzt hatten. In Großgmain (Flachgau) standen mehrere Keller unter Wasser, und an der Glan kam es in der Gemeinde Wals und im Salzburger Stadtteil Maxglan zu zwei Verklausungen. (APA)

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