Schüler klagen Amazon wegen Kindle-Löschaktion

4. August 2009, 10:56
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Während der Hausarbeiten verschwand der Text und machte Notizen wertlos - Löschung soll den AGBs widersprechen

In den USA kommt Amazon wegen der Löschung der beiden Orwell-Klassiker "1984" und "Die Farm der Tiere" nicht zur Ruhe. Wie nun bekannt wurde, haben zwei US-Schüler Klage gegen den US-Konzern eingereicht.

Hausarbeit gelöscht

Der 17-jährige Schüler Justin Gawronski aus Michigan bereitete gerade seine Hausarbeit über George Orwell vor, als die Bücher von seinem Kindle gelöscht wurden. Auf dem Endgerät htte er nicht nur die Texte gelesen, sondern sich auch Notizen gemacht. Diese seien aber nun ohne den Bezugstext völlig wertlos, das sich nicht mehr nachvollziehen lasse, welche Passagen gemeint waren, heißt es in der Klagebegründung.

Gegen die eigenen AGBs verstoßen

Auch der Kalifornier Antoine Bruguier zieht vor Gericht: Seine Begründung - er wurde von Amazon per Mail informiert, dass seine virtuelle "1984"-Kopie entfernt werde. Als Grund gab Amazon "Probleme" an, die dazu führen, dass die Datei leider gelöscht werden müsse. Erst später wurde dann von Seiten des Online-Händlers erklärt, dass es sich bei diesen Problemen um Urheberrechtsgründe handelte. Aus Sicht von Bruguier hat Amazon damit gegen seine eigenen AGBs verstoßen, die den Kindle-KundInnen das dauerhafte Recht zur Speicherung und Nutzung gekaufter Inhalte zusichern würden. Dagegen habe Amazon mit seiner Buchentfernung verstoßen, so die Klagsbegründung.(red)

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