Südtirol

Khol findet Grafs Vorgehen "fahrlässig"

3. August 2009, 16:11
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    foto: standard/cremer

    Ex-Nationalratspräsident Khol: "Ich habe es mir zum Gebot gemacht, dass ich seit dem Ausscheiden aus dem Nationalratspräsidium Vorgänge im Parlament nicht kommentiere."

Ex-Nationalratspräsident wirft Martin Graf parteitaktisches Kalkül vor - Seine Abwahl fände er dennoch schlecht

Der frühere Nationalratspräsident Andreas Khol (ÖVP) hat im Gespräch mit derStandard.at seine Kritik an Martin Graf (FPÖ) beim Thema Südtirol bekräftigt. Der VP-Politiker kritisiert vor allem den Zeitpunkt von Grafs Vorstoß. Der FP-Abgeordnete und Dritte Nationalratspräsident hatte eine Volksabstimmung über die Rückkehr Südtirols zu Österreich gefordert.

Khol: "Was mich gestört hat, war nicht die Selbstbestimmung - sie ist ein unveräußerliches Recht der Südtiroler, und darüber kann man jederzeit diskutieren. Was fahrlässig und für einen Politiker fast unverzeihlich war: dass man gegen den Willen der Südtiroler und der Nordtiroler aus parteipolitischen Gründen jetzt eine Volksabstimmung verlangt."

Auf die Frage, warum er den schon länger umstrittenen Nationalratspräsidenten Graf gerade jetzt kritisiert, entgegnet Khol: "Ich habe es mir zum Gebot gemacht, dass ich seit dem Ausscheiden aus dem Nationalratspräsidium Vorgänge im Parlament nicht kommentiere." Nachsatz zu Graf: "Mir wäre aber vieles eingefallen."

Unabhängigkeit bewahren

Während er sich in aktuelle Geschehnisse im Hohen Haus nicht einmischen will, spricht er sich grundsätzlich gegen eine Abwahlmöglichkeit von Nationalratspräsidenten aus. Diese hatten die Grünen für Graf gefordert. "Ich wusste: Solange ich die Verfassung respektiere, bin ich unabhängig. Was immer ich mache, ich bin vier Jahre gewählt", sagt Khol, der von 2002 bis 2006 als Erster Nationalratspräsident amtierte.

Aber: Wenn man Präsidenten "abwählbar von einer Tagesmehrheit macht, ist die Unabhängigkeit futsch". Man solle nicht "wegen eines Beistrichs in der Weltgeschichte namens Martin Graf" einen Grundsatz in der österreichischen Verfassungsordnung aufgeben. (kap, saju, derStandard.at, 3.8.2009)

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Posting 1 bis 25 von 49
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10.8.2009, 11:58
Gleich einen Verfassungsbruch-da hat die ÖVP

ja 1933 eifrig die Verfassung verlacht-festzustellen wäre typisch Khol.
Die ÖVP will sich doch nur einen Koalitionspartner in den Ländern und dem Bund warm halten.
Die ÖVP hält sich auch nicht an den antifaschistischen Grundkonsens, gibt sie zu verstehen.
Khol sollte sich auch mit den Motiven für das Verhalten seiner Partei auseinander setzen.

Ing. Rambo Einfältig
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Khol hat Recht!

Wenn die Abwahlmöglichkeit gegeben ist, wird nur mehr damit gedroht und der Rest von Demokratie ist im Eimer.
Sehr gut gefällt mir auch sein Kommentar dazu: Man solle nicht "wegen eines Beistrichs in der Weltgeschichte namens Martin Graf" einen Grundsatz in der österreichischen Verfassungsordnung aufgeben.

Meine Hochachtung, Herr Dr. Khol!
Schade, dass Sie so klare Worte oft vermissen haben lassen!

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10.8.2009, 11:45
Aus einem "Beistrich"könnte

allmählich ein Rufzeichen werden....

sturmerr
00
Die Demokratie ist in Schrumpfösterreich bekanntlich nicht durch einen Volksendscheit entstanden!

Südtirol war seit 1363 habsburgerisch und wurde 1919 illegal vom österreichischen Mutterland an Italien abgetrennt!

rosal19
01
Kohl ist nicht besser.....

als die andern von der övp, wenn es um die causa Graf geht. Man kann die angst den möglichen koalitionspartner zu verlieren beinahe vor sich sehen, wenn ihn so hört. Martin Graf könnte sich ein hakenkreuz auf den allerwertesten tätowieren lassen, man würde ihn nicht absetzen!

1116er
02
khols einstellung entspricht dem prinzip

"wasch mir den pelz, aber mach mich nicht nass!"

dass die nr-präsidenten von den 3 mandatsstärksten parteien gestellt werden, ist ein USANCE..
eine usance ist es auch, dass sich nr-präsidenten, der (formalen und protokollarischen) bedeutung ihres amtes entsprechend verhalten.

warum sollte es also nicht auch USANCE werden (und ggf. in gesetzestext umgesetzt werden), dass eine abwahl (damit das nicht in willkür einer partei ausartet: mit qualifizierter mehrheit) bei nicht entsprechendem verhalten zu ermöglichen?

(der wahre grund für die verweigerung der vaupee, --> sich einen potentiellen koalitionspartner warmzuhalten, ist ebenso ein unangemessenes verhalten....)

the photographer
00
Eiertanz...

...mit Anlauf! Cui bono?
Entweder man zeigt Haltung, oder aber nicht!
Mit Haltung ist das so, wie mit schwanger sein, ein bisschen geht leider nicht.
Also, was soll das?

sepp blatter
00

Interessant die Zensur des Standards bei den Postings immer wenn es um Kohl geht, ja, ja die alte Angst er könnte anrufen...

sepp blatter
01

Kohl ist das/der Mastermind von Graf und er Rechtsrechten im Parlament.... und das alles tat er 2000 nicht fahrlässig sondern vorsätzlich...

also zu späte Reue das alles...

Deus Ex Coquina
16

Der Verfassungsspanner und Co-Architekt des rechtsextremen Salonfähigmachen findet das also fahrlässig? Diese Heuchler würden sogar mit verurteilten Wiederbetätigern koalieren, wenns dem Ausbau der eigenen Macht dient.

präsi
 
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selbst der beistrich ist schon übertrieben...

Spaceman Spiff
33

Es ist immer wieder interessant wie wenig Vertrauen unsere Politiker in die Demokratie haben.
Jedenfalls waere die Abwahl Grafs ein Eingestaedniss der Parteien, einen braunen Fehler begangen zu haben.

eh' wurscht
02
Herr Kohl findet

Schwammerln.

leahcim
01
Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen...

Jemand der andere dazu auffordert bewußt Gesetze zu brechen hat in meinen Augen keine legitimation mehr andere zu kritisieren. Wobei ich sagen muss das der Hr. Graf sollte lieber gestern als morgen gehen und seine "merkwürdigen" Ansichten für sich behalten.

mag2412
00
stimm ich irgendwie zu

die wahl zum präsi hät nie stattfinden sollen, und daher wäre für die wähler viel wichtiger zu erfahren, was für ein DEAL dem zugrunde lag...

es war nämlich sicher einer...

präsi
 
00
wer wählt mich?

capcom
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ich glaube, unsere abgeordneten sind viel zu dumm, als dass sie sich irgendeinen deal aushandeln. schüssel war der letzte taktiker dieser art. heutige politiker haben nicht mehr das zeug zum agieren.

krendl
00
Sie setzen Dealen mit Agieren gleich?

Sauber.

Placebo
 
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Aber: Wenn man Präsidenten "abwählbar von einer Tagesmehrheit macht, ist die Unabhängigkeit futsch"

Eben nicht. Die Präsidenten reissen sich dann eher zusammen. Ohne Konsequenzen herrscht nunmal Narrenfreiheit.

h 90
32

oder er wird abgewaehlt weil er einem Abgeordneten der Mehrheit das Mikro abdreht.

Placebo
 
10
Ja h 90, genau so wird es kommen. Alles wird wieder gut.

nonixnarretz
04

also, "so wie es ist ist es natuerlich voellig untragbar, aber aendern wollen wir es nicht", wegen diesem "beistrich", diesem, sammaseerlich, voellig unwichtigen, meint die konservative elite.

und schoen sei es gewesen, zu wissen man koenne tun und lassen was man will.

applaus.

ich hab die nase gestrichen voll von diesen hochnaesigen "schwarz-blau war ein voller erfolg" schwaflern, die der meinung waren und noch immer sind, der buerger sollte am besten still, dumm und nichtraunzend sein kreuzerl bei den schwarzen machen.

hamstertier
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an nonixnarretz

und es passiert immer und immer wieder: die leut wählen diese heuchler-partie....mir schleierhaft. keiner hat mir das bis jetzt erklären können, warum die VP machen kann, was sie will, die wähler halten.

WARUM, leutln, warum wählt ihr VP??

the photographer
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Nicht überall!

In Kärnten feiern sie (die ÖVauPeeler) 15% bereits als großen Wahl-Erfolg.
Nun haben sie sich von den Bienenzüchtern einkochen lassen, sind mit übermäßig Verantwortung betraut worden, die wohl ihr Potential mächtig überfordern wird und schielen auf den nächsten Wahlerfolg.
Eingebildete, hochnäsige Selbstüberschätzer, die demnächst, so bleibt in diesem von seinem Alleinunterhalter verlassenen Land wohl nur zu hoffen - genau kann das da ja niemand vorhersagen - den gut gedeckten Tisch wohl hoffentlich verlassen werden müssen.

perau1
 
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das frage ich mich schon längst. hängt es damit zusammen, dass die övp sofort alles was ihr nicht genehm ist verdreht u.eine andere deutung gibt u.so lange falsches behauptet bis es d.menschen glauben? z.b.bei der bildungsdebatte: abmachung (unterschr.) schmied/pröll, d.pröll "vergisst" und gegen besseren wissens behauptet wenn die lehrer 2 st/wo länger i.d.klasse sind würde es zu lehrerabbau kommen,obwohl schmied d.lehrern d.jobgarantie gab etc. oder:
eine vermögens- bzw. vermögenszuwachssteuer würde sogar d.schrebergartenbesitzer treffen etc. usw.
leider fallen immer wieder menschen darauf hinein, wenn es d.övp lang genug behauptet.
d.neoliberale polik d.konservativen ist zw.schuld an d.weltwirtschaftskrise - abgewählt werden andere

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