Neue Verhandlungsrunde in Mosambik

3. August 2009, 14:18
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Afrikanische Union für Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung nach Entmachtung des Präsidenten

Antananarivo/Maputo - In Mosambik beginnt an diesem Mittwoch eine neue Verhandlungsrunde zur Lösung der innenpolitischen Krise in Madagaskar. Dabei wird es nach Medienberichten vom Montag um eine Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung nach der putschartigen Machtübernahme durch Andry Rajoelina (35) Mitte März gehen. Teilnehmen werden alle vier bisherigen Präsidenten der Afrika vorgelagerten Tropeninsel, darunter der 2006 gewählte und durch meuternde Soldaten entmachtete Marc Ravalomanana.

Die Gespräche in der mosambikanischen Hauptstadt Maputo werden vom mosambikanischen Ex-Präsidenten Joaquim Chissano geleitet. Er war von der regionalen Staatengruppe SADC (Staatengemeinschaft Südliches Afrika), der auch Madagaskar angehört, als Vermittler ernannt worden.

Rajoelinas international isolierte Regierung steht unter Druck, da am 16. September ein Ultimatum der Afrikanischen Union (AU) abläuft. Sollte die viertgrößte Insel der Welt bis dahin nicht zur verfassungsmäßigen Ordnung zurückgekehrt sein, treten AU-Sanktionen in Kraft. Zudem droht der Wegfall wichtiger US-Handelsvergünstigungen, was die auf 100.000 Mitarbeiter geschätzte Textilbranche der Insel in der Existenz bedrohen würde.(APA)

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