RHI: Analysten sehen herbe Ergebnisrückgänge

3. August 2009, 12:27
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Wien - Für die am morgigen Dienstag zur Veröffentlichung anstehenden Halbjahreszahlen des heimischen Feuerfestkonzerns RHI erwarten Analysten herbe Ergebnisrückgänge. Der Umsatz sollte nach Konsensusschätzung von Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB), UniCredit und der Erste Group um fast 25 Prozent auf 606,9 Mio. Euro nachgeben.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sollte das Betriebsergebnis (Ebit) im Schnitt der Prognosen um fast 80 Prozent auf 21,4 Mio. Euro einbrechen. Das operative Ergebnis (Ebitda) wird um 62 Prozent niedriger bei 47,7 Mio. Euro gesehen. Beim Nettoergebnis (Net profit) wird ein Einbruch um 96,6 Prozent von 70,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 2,4 Mio. Euro erwartet.

Erste-Group-Analyst Hörl rechnet damit, dass die "projektlastige und spätzyklische Industrials Division den Abschwung stärker als im ersten Quartal zu spüren bekommen hat. Der Großteil der Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprogramm dürfte ebenfalls das Ergebnis im abgelaufenen Quartal belasten." Zudem sieht der Analyst eine weitere materielle Schuldenreduktion aus dem Abbau von Vorräten.

RCB-Experte Klaus Kueng denkt, dass die positive Aktienkursperformance der letzten zwei Wochen das zu erwartende relativ positive Ergebnis bereits eingepreist hat. "Trotzdem könnte die morgige Veröffentlichung bezüglich des Restrukturierungsprogrammes positive Impulse liefern, sollte es hier zu einer Hinaufrevidierung des Kosteneinsparungszieles von 80 Mio. Euro kommen", so Kueng.(APA)

 

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