Apple bot "Schweigegeld" nach explodiertem iPod

3. August 2009, 10:56
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Familie hätte bei Einwilligung nicht über den Vorfall sprechen dürfen

Apple gerät einmal mehr wegen eines explodierten iPods in die Schlagzeilen. Eine Familie aus Großbritannien hatte um die Rückzahlung des Kaufpreises angesucht, nachdem der iPod ihrer Tochter explodiert war. Apple bot zwar eine Zahlung an, allerdings nur in Verbindung mit einer Vereinbarung, nichts über den Vorfall zu erzählen, berichtet die Times.

Mit Klage gedroht

Das Unternehmen habe mit rechtlichen Schritten gedroht, falls die Familie sich nicht an den Vertrag halten würde. Ken Stanborough, dem Vater der 11-jährigen iPod-Besitzerin, sei das seltsam vorgekommen und er habe die Unterzeichnung abgelehnt. Er habe sich und seiner Familie kein Sprechverbot über den Fall auferlegen wollen. Die Höhe der Zahlung ist nicht bekannt.

Mehrere Fälle

Erst vergangene Woche sei laut dem Bericht bekannt geworden, dass Apple offenbar in mehreren Fällen nach Problemen mit dem iPod versucht hatte, nichts an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Laut der Consumer Product Safety Commission (CPSC) seien die Probleme vermutlicht auf die Lithium-Ionen-Akkus zurückzuführen.

Problem mit überhitzten Geräten

Immer wieder gibt es Berichte über überhitzte oder sogar explodierte iPod-Akkus, die in einigen Fällen auch zu leichten Verletzungen geführt haben sollen. Auch kurz nach Marktstart des neuen iPhone 3GS hatten User von zu heißen Geräten berichtet, deren Gehäuse sich teilweise verfärbt haben. 2006 musste Apple zudem zusammen mit anderen Hersteller Millionen von Notebook-Akkus von Sony zurückrufen, die ebenfalls zur Überhitzung geführt hatten. Ein Jahr später hatte ein Fehler des Nvidia-Grafikchips Probleme auf neuen MacBooks hervorgerufen. (red)

  • Times berichtet über einen erneuten Fall eines explodierten iPod-Akkus
    quelle: times.co.uk

    Times berichtet über einen erneuten Fall eines explodierten iPod-Akkus

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