Ölpreis kaum verändert

4. August 2009, 14:47
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Verschnaufpause nach Jahreshoch am Vortag

Wien - Der Ölpreis hat am frühen Dienstagnachmittag kaum verändert zum Niveau von in der Früh notiert. Nach kräftigen Anstiegen und neuen Jahreshochs am Vortag hatten die Ölpreise in der Früh zu einer kleinen Korrektur angesetzt. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Februar 70,47 Dollar und damit rund 1,55 Prozent weniger als am Montag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 72,71 Dollar gehandelt. Das war gut ein Prozent weniger als am Vortag.

Analysten erklärten die jüngsten Ölpreisanstiege mit gut ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA und China und damit gestärkten Hoffnungen auf eine Wirtschaftserholung. Vor allem die jüngsten Daten aus China und den USA hatten unterm Strich positiv überrascht und eine Umschichtung in "risky assets" wie Aktien oder Rohstoffe ausgelöst, erklärt der RZB-Ölanalyst Hannes Loacker.

"Der Ölmarkt lebt weiter von der Fantasie, dass sich die Wirtschaft schneller erholt als ursprünglich erwartet", so Loacker. Die aktuelle Angebots- und Nachfragesituation sei damit zuletzt als Einflussfaktor in den Hintergrund getreten.

Der Goldpreis legte nach den jüngsten Anstiegen auch vorerst eine Verschnaufpause ein. Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 953,50 Dollar und damit etwas leichter zum Montag-Vormittags-Fixing von 954,25 Dollar. Analysten halten einen Anstieg auf die Tausend-Dollar-Marke allerdings für möglich.

Deutlich zulegen konnten auch Industriemetalle. So war der Kupferpreis über die Marke von 6.000 Dollar je Tonne gestiegen und erreichte damit neue Jahreshochs. Eine Mischung aus steigenden Aktienmärkten, einem schwächeren US-Dollar und positiven Konjunkturdaten sorgten hier für Auftrieb, schreiben die Analysten der Commerzbank. (APA)

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