Österreichs Textilhandel legte zu

3. August 2009, 09:15
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2008 wuchsen die Erlöse um 2,9 Prozent, für heuer prognostiziert RegioPlan ein moderates Plus von einem Prozent

Wien - Trotz Wirtschaftskrise hat der österreichische Bekleidungshandel im Vorjahr steigende Umsätze verbucht. Mit insgesamt 4,4 Milliarden Euro betrug das Plus 2,9 Prozent, ermittelte der Standortberater RegioPlan. Die Top 5 in Österreich - H&M, C&A, Peek&Cloppenburg, Kik und Vögele - erzielten zusammen rund 34 Prozent des Gesamtumsatzes.

Der Bekleidungshandel sei damit das fünfte Jahr in Folge gewachsen, so RegioPlan. Der umsatzstärkste Monat 2008 sei der Dezember gewesen, was vor allem mit dem Weihnachtsgeschäft zu erklären sei. "Überdurchschnittlich" seien auch die Umsätze im September und Oktober gewesen. Weniger verkauft wurde hingegen im Februar sowie im Juli und August. Der Jahresbeginn 2009 stand auch unter keinem guten Stern, aber die Umsätze im März und April lassen laut RegioPlan "auf einen moderaten Jahresabschluss hoffen".

Schlussverkauf immer früher

Von den Zuwächsen im Vorjahr konnten die Diskonter nicht profitieren. Es sei zu einem Umsatzrückgang von 0,7 Prozent gekommen, während die Flächen um 1,1 Prozent gewachsen seien. Zum Teil sei diese Entwicklung auf den Konkurs von Adessa zurückzuführen, so RegioPlan.

Angesichts der Wirtschaftsflaute setzen immer mehr Händler auf Aktionen - wie etwa immer früher startende Schlussverkäufe. Als Gründe ortet RegioPlan die Angst, noch weniger Umsatz zu machen, oder auf der Ware sitzen zu bleiben. Für die Branche sei dieser Trend aber Gift, da die Gewinnspannen deutlich sinken. Aus Sicht des Standortberaters seien die verfrühten Schlussverkäufe auch gar nicht notwendig, da die Branche trotz Krise wachsen werde. (APA)

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    Angesichts der Wirtschaftsflaute setzen immer mehr Händler auf Aktionen - wie etwa immer früher startende Schlussverkäufe.

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