Leise Hoffnung für "Guck ins Tal"

2. August 2009, 20:17
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Über die Pläne der neuen Eigentümer von Guggenthal wird derzeit auf lokaler Ebene nur spekuliert. Am konkretesten dürfte wohl die Wiedereröffnung des Gasthofes sein

Salzburg - Die Zahlen sprechen für sich: 90 Hektar Gesamtgrundfläche, 10.000 Quadratmeter Nutzfläche. Allein schon aufgrund dieser Dimensionen haben sich manche sanierungswillige Bauherren an Gut Guggenthal die ökonomischen Zähne ausgebissen. Zuletzt wollte 2002 das Verkehrsbüro das denkmalgeschützte Ensemble der ehemaligen Brauerei an der Wolfgangsee-Bundesstraße knapp am Stadtrand der Landeshauptstadt verwerten. Seit heuer versucht eine vom Wiener Immobilienentwickler Hubert Czernin betreute Investorengruppe, das Ensemble in der Gemeinde Koppl vor dem endgültigen Verfall zu retten.

Zu bewahren gibt es einiges. Neben dem frühzeitlichen Industriebau der Brauerei steht in Guggenthal - der Name geht auf die Lage "Guck ins Tal" hoch über der Landeshauptstadt zurück - eine bis heute sehenswerte Villa von Valentin Ceconi aus dem 19. Jahrhundert. Daneben ein ebenfalls längst geschlossener Braugasthof mit Braugarten. Eine neogotische Kirche - das einzige renovierte Gebäude - rundet den dorfähnlichen Charakter ab.

Über die Pläne der neuen Eigentümer von Guggenthal wird derzeit auf lokaler Ebene nur spekuliert. Am konkretesten dürfte wohl die Wiedereröffnung des Gasthofes sein. (neu, DER STANDARD; Printausgabe, 3.8.2009)

  • Die Brauerei Guggenthal wurde schon während des Ersten Weltkrieges geschlossen. Die alten Gemäuer verfallen nun zusehends.
    foto: neuhold

    Die Brauerei Guggenthal wurde schon während des Ersten Weltkrieges geschlossen. Die alten Gemäuer verfallen nun zusehends.

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