Attersee

Tödlicher Tauchunfall während Schulung

2. August 2009, 16:34

Deutscher Feuerwehr-Taucher ertrank in 30 Meter Tiefe

Linz - Ein tödlicher Tauchunfall hat sich Sonntagmittag während eines Fortbildungskurses in Steinbach am Attersee (Bezirk Vöcklabruck) in Oberösterreich ereignet. Das berichtete die Polizei auf Anfrage der APA. Zwei bayrische Feuerwehr-Taucher befanden sich während eines Übungs-Tauchganges in 30 Meter Tiefe, als plötzlich bei einem der beiden das Sauerstoffgerät versagt haben dürfte. Trotz Notaufstieg und sofort eingeleiteter Reanimation verstarb der Mann noch an der Unfallstelle.

Das Unglück ereignete sich gegen 12.15 Uhr. Die beiden Feuerwehrtaucher im Alter von 24 und 30 Jahren befanden sich bei ihrem Tauchgang auf Weiterbildung. Plötzlich bemerkte der 30-Jährige, dass sein jüngerer Kollege Probleme mit der Sauerstoffversorgung seines Tauchgerätes hatte. In einem Panikanfall riss sich der 24-Jährige sein Beatmungsgerät vom Gesicht. Sein Tauchkollege eilte herbei und versuchte noch geistesgegenwärtig, den jungen Mann mit Luft aus seiner Flasche zu versorgen, doch der junge Taucher war bereits ohne Bewusstsein. Sofort leitete der Mann einen Notaufstieg ein. Doch auch die einstündige Reanimation durch Tauchkollegen und den alarmierten Notarzt konnten den Deutschen nicht mehr retten. Er dürfte laut Arzt noch in der Tiefe ertrunken sein.

Der 30-jährige Feuerwehrmann musste vom Kriseninterventionsteam psychologisch betreut werden. Er wurde zudem zur Beobachtung in das LKH Vöcklabruck eingeliefert. Das Tauchgerät und Aufzeichnungen des Computers des tödlich Verunglückten werden laut Polizei zur genauen Klärung des Unfallherganges am Montag untersucht. (APA)

 

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Lord Schaumloeffel
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frage, weil ich mir einbilde, (zu) oft solche meldungen zu lesen:

wieviele taucher sind eigentlich in den letzten jahren im attersee ums leben gekommen?

euregiotaucher
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Wieviele Taucher?

es sterben zu viele Taucher ... Das Wort "Sauerstoffgerät kommt so beim Sporttauchen doch vor - zumindest in Deutschland.

Da unterscheidet man zwischen Pressluft Tauchgerät und Sauerstofftauchgerät. Ein Sauerstofftauchgerät ist nichts anderes als eine Nitroxtaugliche Tauchausrüstung. Hier wird alles über 21% O2 Anteil so genutzt als wären 100 % Sauerstoff drin - von daher: Anderes Ventil, andere Automaten ... NITROX Kennung auf der Flasche und die Flasche muss als Sauerstofftauchgerät beim TÜV gestempelt sein ..

Reinen Sauerstoff auf 30 m zu atmen wäre fatal - richtig - aber eine 32er Nitrox - also statt 21 % dann 32 % Sauerstoff ginge ...

Neoliberaler Gutmensch
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Schlimme Sache, mein Beileid.

Darüber hinaus würde mir wünschen dass die die Berichterstattung zutreffende Ausdrücke verwendet.

Das Wort "Sauerstoffgerät" kommt beim gewöhnlichen Sporttauchen nicht vor, da wird mit gewöhnlicher Pressluft getaucht.

Reinen Sauerstoff auf einer Tiefe von 30 m zu Atmen wäre fatal (höchst wahrscheinlicher Saustoffkrampf, ähnlich epileptischer Anfall).

tonyk
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Stimmritzdenkrampf?

Ich habe schon von diversen Fällen gelesen sowie auch von meinem Instruktor gehört.

Kaltes Wasser, eventuell Eispartikel im Lungenautomat => Stimmritze verkrampft und Opfer ertrinkt.

Er wird unter Wasser bewustlos die Stimmritze öffnet wieder. Die Bergung bis zur Oberfläche dauert jedoch lange (Lungenriss kann man aussliessen er ist ja bewustlos).

Eine plausible Theorie...

Ein Tragischer Unfall - in letzer Zeit hört man leider immer mehr von Tauchunfällen.

Halvar von Flake
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Panik kann tödlich enden

Bin selber in der Tauchausbildung aktiv und kann bestätigen, wie schnell eine Panikattacke entstehen kann. Ein Beispiel: Übungstauchgang (Scuba Review) am Attersee im April dieses Jahres bei 5 Grad Wassertemperatur. Simuliert wurde das komplette Abnehmen der Maske, Wiederaufsetzen (auf Trocki-Haube) und Ausblasen.Der Tauchpartner (ca. 100 TG) geriet nach Abnehmen der Maske durch das eiskalte Wasser in Panik und schoß an die Oberfläche. Gut, dass wir diese Übung auf der 5-Meter-Plattform durchgeführt hatten... habs dann selber auch durchgespielt, musste mich sehr konzentrieren, es tat höllisch weh. Wenn da noch ein zusätzliches Problem auftaucht (z.B. Atemregler rutscht weg) und du bist auf 30 m, dann eskaliert das blitzschnell...

JOACHIM SCHREIBER
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Sauerstoffgeräte...ufff

na ein wunder dass dann nicht alle ersoffen sind...

Kassandra
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Nein, beide müssten eine Sauerstoff-Vergiftung haben!!!

biggi729
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gell, jedes mal das gleiche.

Der sich den Wolf tanzt
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hoffentlich hat niemand mit offenem feuer hantiert...

das ist in der nähe von "sauerstoffflaschen" sehr gefährlich.

ko mika
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nicht unter wasser

HotDoc
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würd sagen
auch beim tauchen is die O2 flasche ned hilfreich

Alexander Neumaier
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Ahem

doch, mein CCR würde ohne O2 Flasche nicht funktionieren.
Aber ich denke kaum, daß die so ein Gerät verwendet haben.

wwwtom
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Ich wünsche mir ein mindestmaß an richtiger Verwendung von Fachausdrücken

Leider wird auf Grund von Sensationsberichterstattung Tauchen zu einer gefährlichen Sportart geschrieben, was so nicht stimmt. Wünschenswert wäre ein klein wenig Hintergrund über den Unfallhergang, damit man daraus lernen kann und ungeübte Leute abgehalten werden ihre Grenzen zu überschreiten. So bleibt Sensationslust, was weder der Sache noch der trauernden Familie dient.
Es gibt genug Taucher, Taucherforen, Rettungsorganisatoren, die in einem 3 Minutentelefonat die falsch verwendenten Fachbezeichnungen korrigieren können. Bitte entweder gar nicht darüber berichten, maximal eine Kurzmelden, oder richtig und mit Fachunterstützung.

Halvar von Flake
01
Selbstüberschätzung

Ganz richtig. Allerdings schätze ich bei manchen TaucherkollegInnen die Lernfähigkeit aus solchen Unfällen als nicht sehr hoch ein.
Jahr für Jahr passieren im Attersee ca. 5-10 schwere Tauchunfälle. Und trotzdem gibts dort immer wieder genug Leute, die mit nicht kaltwassertauglichen Tauchgeräten in Tiefen jenseits der 30-Meter-Marke abtauchen. Meines Erachtens eine Mischung aus Selbstüberschätzung, Leichtsinn und mangelnder Ausbildung.
Wäre interessant zu erfahren, was in diesem konkreten Fall wohl genau passiert ist.
Mein Beileid gilt den Angehörigen des Verunglückten.

biggi729
01

10 cent für jedes mal, wenn statt preßluft- oder atemgerät "sauerstoffflasche" oder sauerstoffgerät" verwendet wird ... dda hätten meiner urenkel noch was davon. ich weiß nicht, warum das so schwer ist.

Freigeist78
03

Ich hätte zum Hergang gerne mehr Informationen, damit man den/die Fehler künftig vermeiden kann.

Dass der Partner versucht hat ihn mit Luft aus seiner Flasche zu versorgen ist eine oft geübte Standardprozedur. Gerade im Attersee muss man damit rechnen, dass es zu Vereisungen kommt, besonders in größeren Tiefen. (nur eine Vermutung, aber naheliegend)

Aber dass er bereits bewusstlos war, als der Partner hingekommen ist klingt seltsam. Man ertrinkt nicht in zehn Sekunden.

caranx
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Der Kernpunkt:

Einheimische Seen =kalt= dunkel= gefährlich.
und 30 Meter sind da sauviel, denken und Reaktion sind verlangsamt. Eine kleine Panne wächst sich so zur Katastrophe aus.
Es muß helle Panik aufgrund eines Geräteversagen oder auch ohne technischen Anlass gewesen sein. Einen Notaufstieg hätte er in jedem Fall schaffen müssen (frag nicht wie er oben ankommt, aber an die Oberfläche hätte es ein klarer Verstand einfach schaffen MÜSSEN.)

Dagmar Rehak
 
31

Man ertrinkt nicht in zehn Sekunden, aber man ist zehn Sekunden, nachdem man sich in Panik die Maske vom Gesicht reißt, bewusstlos.
Probier's aus!

Kassandra
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Ja Dagmar,

wann hast Du denn Deinen Tauchschein gemacht?

Dagmar Rehak
 
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Ich habe das mit der Panik und der Bewusstlosigkeit illegal, also ohne Tauchschein gemacht.

itatsi
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falsch, weil dann wäre ich schon zig-mal tot geworden. übrigens: bei der tauchausbildung ist genau eine der übungen die sie durchführen müssen tauchen ohne mundstück und maske, udn das dauert garantiert länger als 10 sekunden.

Sogenet
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Nein. Heruntergerissene Maske und Luftmangel sind Standardübungssituationen.

Jeder Taucher mit Brevet kann damit umgehen, ohne in Panik zu verfallen, umso mehr Berufstaucher.

Auch Luftspenden unter Wasser zwischen Tauchpartnern sind Routine, insbesondere wenn der in Not geratene seine Maske verloren hat.

Der Unfall ist - so wie er beschrieben ist - unverständlich.

Dagmar Rehak
 
10

Dieser Mann WAR aber in Panik. Und von Panik bis Bewusstlosigkeit vergehen keine 10 Sekunden.

Alexander Neumaier
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Jeder Taucher mit Brevet kann damit umgehen,

Glauben Sie das bitte nicht.
Wenn ein nicht ganz so erfahrener Taucher einen Schwall kalten Wassers einsaugt und teilweise in die Lunge bekommt, ist bei fast allen massive Panik angesagt.

Rosa Stahl
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schon ausprobiert?

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