Google Voice: US-Regulator nimmt Apple ins Visier

riegler, 2. August 2009, 12:30

Die Aufsichtssbehörde FCC untersucht, warum Apple die Google-Anwendung nicht auf das iPhone lässt

Apples heftig kritisierte Ablehnung der Anwendung Google Voice könnte dem Hersteller nun ordentlichen Ärger einhandeln. Die Federal Communications Commission (FCC) hat eine Untersuchung der Angelegenheit eingeleitet, wie das Wall Street Journal berichtet.

Schreiben an Apple, Google und AT&T

Die FCC hat demnach Briefe an Apple, Google und AT&T geschickt, in denen eine Erklärung für die Ablehnung gefordert wird. Apple will nicht nur Google Voice nicht für den App Store zulassen, sondern hat auch andere, bereits abgesegnete Anwendungen rausgeschmissen, die ähnliche Funktionen bieten. Zudem war Googles Service Latitude abgelehnt worden. Die FCC will auch wissen, ob und inwiefern AT&T, der in den USA als einziger Provider das iPhone anbietet, in die Entscheidung eingebunden war.

Redundante Features

Laut Apple biete Google Voice Funktionen, die der Hersteller am iPhone selbst zur Verfügung stellt. Auch in der Vergangenheit hat Apple immer wieder Anwendungen abgelehnt oder nachträglich aus dem App Store entfernt, die einem eigenen Programm Konkurrenz machen.

Keine Beschwerden

Laut dem Bericht handle es sich nicht um einer formale Untersuchung. Bemerkenswert sei jedoch, dass sich die FCC eingeschalten hat, obwohl Google von sich aus keine Beschwerde eingereicht habe. Die Untersuchung sei zudem Teil einer größeren Analyse exklusiver Deals zwischen Handy-Herstellern und Mobilfunkern. (red)

Pingu407
10
Bei Google wird sofort gehandelt,

aber wenn kleinere Firmen mit ähnlichen Gründen aus dem AppStore geschmissen werden, interessiert das keinen.

Gast Kommentar
04
Ist das ein Wunder?

Ich meine, wären Sie glücklicher, wenn sich die FCC um jede Furz-Applikation und jede App-Store-Ablehnung kümmert, zweihundert Mal so viele Mitarbeiter braucht und ein paar hundert Mio. $ aufwendet, um zu klären, warum eine App nicht im Store ist, die von vielleicht dreihundert Nutzern gekauft worden wäre?

Natürlich kümmert sich der Staat eher um Fälle, die eine signifikante Auswirkung auf die Wirtschaft und Staatsbürger haben. Und Absprache bzw. Monopolausnutzungsverdacht besteht halt bei Apple, Google und AT&T eher als bei Blunzengröstel KEG, Kaufmann Wimmer OG und dem 13jährigen Softwareentwickler Maxi Mustermann.

Es steht ja jedem zusätzlich frei, Apple wegen unrechtmäßiger Geschäftsbedingungen vor Gericht zu bringen.

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