Pharma-Industrie wehrt sich gegen Kassensanierung

2. August 2009, 08:50
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Fast 900 Millionen Euro sollen Medikamente zum Sanierungspaket beitragen - Pharmig-Generalsekretär "verwundert über Betrag"

Fast die Hälfte des 1,7 Milliarden-Euro-Pakets, das die Krankenkassen mit Ärtzen vereinbart haben, soll durch geringere Kosten-Steigerungen bei den Medikamenten eingespart werden. Nach Bedenken vonseiten der ÖVP kommen jetzt auch Vorbehalte von der Pharmaindustrie: Für die Pharmig, die Interessensvertretung eines Großteils der Pharma-Industrie, ist das nicht nachvollziehbar, hieß es am Sonntag im Ö1-Morgenjournal.

Fast 900 Millionen Euro sollen Medikamente zum Krankenkassen-Sanierungspaket beitragen - um diesen Betrag sollen die Kosten in den kommenden vier Jahren geringer ausfallen als von den Krankenkassen porgnostiziert. Darüber ärgert und wundert sich Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, im Gespräch mit Ö1. Denn mit der Pharma-Industrie sei nicht verhandelt worden. "Geld über den Kopf hinweg zu bestimmen" sei "nicht der richtige Stil", so Huber. Er sei "verwundert" über den Betrag, die Zahlen seien "so nicht nachvollziehbar" und er verstehe Bedenken von Wirtschafts- und Finanzministerium.

Es werde schon zu Kosten-Dämpfungen kommen, weil Patente für bestimmte Medikamente ablaufen, aber nicht in der Höhe wie in dem Kassen-Paket angeführt durch das Verschreiben von wirkstoff-ähnlichen oder günstigeren Arzneimitteln. Kleine Packungs-Größen hätten außerdem auch negative Auswirkungen für die Patienten. Sie würden "nur zusätzliche Kosten für die Patienten hervorrufen, weil, wenn mehr Packungen benötigt werden, öfter Rezeptgebühr bezahlt wird".

Für den Herbst habe die Pharmaindustrie Gespräche mit den Krankenkassen vereinbart. Erst dann werde sich herausstellen, wieviel wirklich einsparbar sei.(red)

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