Karzai steigt in Wahlkampf ein

1. August 2009, 16:18
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Präsident beschwört gute Beziehungen zum Ausland - "Terrorismus bereitet uns immer noch Sorge"

ajan - Auf seiner ersten Wahlkampfkundgebung hat sich der afghanische Präsident Hamid Karzai für enge Beziehungen zur internationalen Gemeinschaft ausgesprochen. Beim Wiederaufbau des Landes setze er auf einen Dreiklang aus "Frieden, Entwicklung und soliden Beziehungen zu den ausländischen Mächten", sagte Karzai am Samstag vor tausenden Anhängern im Dorf Kajan in der nördlichen Provinz Baghlan.

"Der Terrorismus bereitet uns immer noch Sorge, zerstört unser Land", sagte Karzai. Daher seien Frieden und nationale Einheit das oberste Ziel. An zweiter und dritter Stelle folgten gute Beziehungen zum Ausland und die Entwicklung des Landes. Nach dem Bau von Straßen und Schulen hätten nun die Entwicklung von Landwirtschaft und Stromversorgung Priorität.

Amtsinhaber Favorit

Karzai gilt als Favorit bei der Präsidentschaftswahl am 20. August. Unter seiner Herrschaft gelang es bisher jedoch nicht, den Angriffen von islamistischen Aufständischen ein Ende zu bereiten. Vielmehr nahm die Gewalt in den vergangenen Monaten wieder zu. Derzeit sind mehr als 100.000 ausländische Soldaten in Afghanistan stationiert.

Kajan ist etwa sechs Stunden Autofahrt von der afghanischen Hauptstadt Kabul entfernt. Mit seinem Besuch zeigte sich Karzai dafür erkenntlich, dass der geistliche Führer der in der Region einflussreichen ismailitischen Religionsgruppe Schia zur Wahl des Amtsinhabers geraten hatte. Seine Anhänger riefen während der Kundgebung Parolen wie "Karzai wird siegen". Gegen den Amtsinhaber treten 40 weitere Präsidentschaftskandidaten an. (APA)

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    Karzai besucht das Dorf Kajan in Baghlan

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