Arbeitslosenzahl zog im Juli um 30,1 Prozent an

1. August 2009, 10:12
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Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich weiter verschlechtert. 288.584 Menschen sind arbeitslos, die Zahl der offenen Stellen ging um 31,6 Prozent zurück

Wien - Die Lage am österreichischen Arbeitsmarkt hat sich weiter verschlechtert. Ende Juli ist die Zahl arbeitslos gemeldeter Menschen - ohne in Schulung befindliche - im Jahresabstand um 30,1 Prozent auf 232.387 angestiegen. Dies gaben Arbeitsmarktservice (AMS) und Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) am Samstag bekannt. Die Arbeitslosenquote beträgt damit weiterhin 6,3 Prozent.

Das Ministerium betonte in einer Stellungnahme gegenüber der APA, dass die Steigerung der Arbeitslosigkeit im Juli gemeinsam mit dem Monat April den geringsten Anstieg seit einem halben Jahr aufweise. Der saisonbedingte Anstieg sei trotz Rezession geringer als vergangenes Jahr. Samt den 56.197 Schulungsteilnehmern waren insgesamt 288.584 Menschen ohne Job. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sank binnen Jahresfrist um 31,6 Prozent auf 27.013. 

Zweiter Rang hinter den Niederlanden

Die Arbeitslosenquote nach EU-Kriterien erhöhte sich im Juli um 0,8 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent. Im EU-Vergleich nimmt Österreich hinter den Niederlanden mit einer Quote von 3,3 Prozent den zweiten Platz ein. Auch bei der Jugendarbeitslosigkeit hält Österreich innerhalb der EU hinter den Holländern (6,3 Prozent) mit einer Quote von 8,4 Prozent ebenfalls den zweiten Rang.

Insgesamt gibt es in Österreich 26.325 vorgemerkte Arbeitslose mit Einstellzusage. Das sind 3.970 mehr als im Vorjahresvergleich. Wie immer im Sommer nach Schulschluss steigt die Zahl der Lehrstellensuchenden stark an: Das Plus von 13,8 Prozent sei allerdings "deutlich weniger" als die Gesamtarbeitslosigkeit, hieß es dazu aus dem Ministerium.

"Die durch die Wirtschaftskrise schwierige Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt", betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) in einer Stellungnahme. Trotzdem habe man den Anstieg der Arbeitslosigkeit "durch die zahlreichen Initiativen der Bundesregierung erfolgreich eindämmen können".

 

 

(APA)

 

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