"Ob es am Ende 1:2 oder 1:5 steht, ist egal."

1. August 2009, 22:01
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RAPID - KÄRNTEN

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Christopher Drazan ist leider nichts gelungen, deshalb habe ich reagiert und Christopher Trimmel gebracht, aber auch sonst ein bisschen umgestellt, etwa Hofmann auf die andere Seite gezogen. Und da Kärnten weiter Manndeckung auf Hofmann gespielt hat, hat Trimmel auf der rechten Seite sehr viel Platz bekommen. Das waren nicht nur wichtige Tore für ihn, sondern für die ganze Mannschaft."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän und Torschütze zum 1:1): Zum Foul, das dem Freistoß zum 1:1 voranging: "Der Schiri hat's gepfiffen, es waren sicher schlimmere Fouls im Spiel dabei. Der Freistoß war sehr wichtig für uns." "Wir haben trotzt der ersten Hälfte ein sehr gutes Spiel gemacht. Die Mannschaft hat gekämpft, nicht aufgegeben. Wir waren 90 Minuten klar überlegen. Wir fahren mit einem Sieg in der Tasche nach Zypern, es liegt nur an uns."

Mario Konrad, Torschütze zum 2:1, seinem ersten Pflichtspieltor für Rapid: "Ich habe mir vorgenommen, mein erstes Tor zu machen. Das ist mir dank Trimmel gelungen. Ich bin sehr stolz. Wir haben uns lange sehr schwergetan, weil Kärnten die Räume sehr eng gemacht hat. Erst über eine Standardsituation sind wir zurück ins Spiel gekommen. In der zweiten Hälfte haben wir dann mehr Räume gehabt und unterm Strich einen verdienten Sieg gefeiert. Die Einwechslung von Trimmel war sicher entscheidend, denn er hat drei Tore und einen Assist gemacht. Ich gratuliere ihm zu dieser Leistung."

Auf die Frage, ob Rapid Erwin Hoffer noch brauche, lautete Konrads Antwort: "Wenn man das heutige Spiel hernimmt, eher nicht."

Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer). "Durch einen Standard, der keiner war, hat sich das Spiel gedreht. In der ersten Hälfte ist eine klare Rote Karte gegen Jovanovic nicht gegeben worden." Zum Ausschluss von Gramann in Minute 58 meinte Schinkels: "Das ist nirgends eine Karte. Ob man am Ende 1:2 oder 1:5 verliert, das ist egal. Es ist nur schade, dass die Jungs wieder nicht für ihren Einsatz belohnt worden sind. Und das war schon das dritte Mal, dass wir mit zehn Leuten spielen mussten und nicht für eine gute spielerische Leistung belohnt wurden."

Daniel Gramann (Torschütze zur Kärntner Führung und in Minute 58 mit Gelb-Rot ausgeschlossen): "Für mich war keine Berührung da, das war eine Schwalbe. Viel zu feiern gibt's nicht, das Tor zählt im Endeffekt nichts. Der Frust wird von Spiel zu Spiel größer, wir werden aber nicht aufgeben."

AUSTRIA - KAPFENBERG

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Wir sind, wie man gesehen hat, auch in der ersten Halbzeit einige Male offen gewesen, da hätte auch ein Tor für Kapfenberg herausschauen können. Aber alles in allem war die Leistung der Innenverteidiger gut. Wir wollten Dragovic eine Pause gönnen. Am Donnerstag wird er gegen Vojvodina Novi Sad wieder in der Innenverteidigung und Ortlechner auf der Außenseite spielen."

Zlatko Junuzovic (Austria-Torschütze zum 1:0): "Unsere Leistung war sehr gut, der Sieg verdient. Wir haben uns aber sehr schwergetan, weil Kapfenberg hinten sehr kompakt gestanden ist. Deshalb haben wir es zunächst aus der zweiten Reihe probiert. In der zweiten Hälfte war es dann nur eine Frage der Zeit, bis wir ein weiteres Tor schießen. Ich freue mich natürlich, dass mir bei der Heimpremiere ein Tor gelungen ist. Doch es ist egal, wer unsere Tore schießt, wichtig ist, dass wir Erfolg haben."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Wir haben versucht, erstmals da in Wien auch fußballerisch zu überzeugen. Das erste Tor war eine Kombination aus Fehlern und Pech. Und solche Abspielfehler wie jener von Siegl dürfen nicht passieren, das werden wir intern besprechen. Uns fehlt es aber auch an Effizienz und Kompromisslosigkeit."

Andreas Rauscher (Kapfenberg-Verteidiger, der nach fast einem Jahr nach einer Halswirbelverletzung sein Comeback gab): "In der ersten Hälfte haben wir ein dummes Tor bekommen. Da sind wir nicht rausgerückt, und der abgefälschte Ball ist genau im Tor gelandet. In der zweiten Hälfte haben wir zu viele Abspielfehler gemacht, das hat die Austria eiskalt ausgenutzt. Wir haben verdient verloren."

 

Sturm Graz - Mattersburg

Franco Foda (Graz-Trainer): "Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben, wir wollten unbedingt gewinnen. Mattersburg ist in der Defensive taktisch gut gestanden. Wir brauchten für dieses Spiel Geduld und mussten auf Fehler des Gegner warten, ich bin mit der Mannschaft sehr zufrieden. Der jetzige Tabellenstand ist eine glückliche Momentaufnahme, aber eine schöne. Der Sieg war verdient. Man hat gesehen, dass Muratovic sehr gute Passes geschlagen hat, das kann nur er. Wenn er so spielt wie heute, werden wir noch viel Freude mit ihm haben. Er ist ein sehr emotionaler Typ, er hat es überzogen. Jetzt ist er aber wieder ganz normal in die Mannschaft integriert."

Samir Muratovic (Graz): Im Hinblick auf seine vorübergehende Verbannung aus der Startformation: "Das war mein erster und einziger Skandal."

Andreas Hölzl (Torschütze Graz): "Es war ein hartes Stück Arbeit. Die Mattersburger sind sehr tief gestanden. Das Tor war sensationell vorgelegt vom Haris (Bukva, Anm.)." Zur Tabellenführung: "Es ist eine Momentaufnahme, aber natürlich ist das gut, dass wir oben stehen."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Was meine Mannschaft in der Defensive gezeigt hat, war nicht schlecht, aber die Überleitung zur Offensive war nicht vorhanden. Anfangs der zweiten Halbzeit ging es besser, da haben wir versucht, mutiger nach vorne zu spielen. Aber dann war auch das weg. Im Finish hat uns Sturm hinten hineingedrängt."

 

SALZBURG - LASK

Huub Stevens (Salzburg-Trainer): "Wir haben ein Tor mehr geschossen als der Gegner, daher kann man zufrieden sein. Aber wir werden auch die Fehler in der Defensive ansprechen. Das ist normal, wenn man solche Tore bekommt. Ich spreche nicht über Janko, sondern über Salzburg. Für mich ist er genauso ein Spieler wie alle anderen und so wird er auch behandelt. Wenn man eine Minute vor der Pause und eine Minute nach der Pause ein Tor bekommt, ist das hart, aber die Mannschaft hat Moral gezeigt. Am Dienstag gegen Dinamo wird es ein anderes Spiel, ab Sonntag werden wir uns darauf vorbereiten."

Marc Janko (Salzburg-Stürmer, Torschütze zum 2:2): "Ich habe auch in den letzten Spielen kein schlechtes Gefühl gehabt und nicht an mir gezweifelt. Die Leute, die an mir gezweifelt haben und mich kritisiert haben, sollen das ruhig weiter machen. Das ist nicht wichtig für mich, ob ich jetzt das Tor mache. Es geht um den Erfolg der Mannschaft, und da sieht man, dass wir immer mehr zusammenwachsen."

Matthias Hamann (LASK-Trainer): "Wir haben wie letzte Woche Punkte liegen gelassen, das ist ärgerlich. Die Spieler zeigen Leidenschaft. In der Mannschaft ist wieder Motivation. Letztlich geht der Salzburger Sieg aber in Ordnung. Es passt schon vieles, aber an der Feinabstimmung haben wir noch zu arbeiten. Es werden andere Mannschaften kommen, die uns defensiv nicht so fordern, und dann werden wir wieder Punkte holen. Man kann hier verlieren. Die Art und Weise war ein bisschen dämlich, aber wir lernen daraus."

Christian Mayrleb (LASK-Stürmer, Torschütze des zweiten Linzer Tores): "Es war wie gegen die Austria. Wir waren die bessere Mannschaft und haben das Spiel aus der Hand gegeben. Wir feuern uns gegenseitig an und bringen jede Woche eine tolle Leistung, aber leider schaut am Ende nichts heraus. Auch wenn ich schon vier Treffer geschossen habe, wird Janko Torschützenkönig. Er hat eine tolle Mannschaft hinter sich und wird noch in Fahrt kommen."

WIENER NEUSTADT - SV RIED

Helmut Kraft (Wiener-Neustadt-Trainer): "Die Schlussphase hat extrem an meinem Nervenkostüm gezerrt. Wir haben den Ball nicht mehr herausbekommen. Es war ein extrem wichtiger Sieg. In dem Spiel in Graz haben wir viel verhaut. Umso wichtiger war es, heute mit einem guten Spiel zurückzukommen."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die höhere Qualität der gegnerischen Offensive hat sich durchgesetzt. Wir sind nach dem 1:0 überheblich geworden."

(APA)

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