Kurzfristiger Stress verbessert Gedächtnisleistung

2. August 2009, 17:38
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Ratten fanden nach 20-minütigem Schwimmen schneller durchs Labyrinth

Washington - Zuletzt haben Versuche mit Ratten den Nachweis erbracht, dass andauernder Stress unmittelbare negative Auswirkungen auf bestimmte Hirnbereiche hat. Nun haben andere Untersuchungen ergeben, dass kurzfristige Stresssituation auch nützlich sein können: Sie helfen nämlich dabei die Gedächtnisleistung zu verbessern.

Forscher der Universität Buffalo trainierten Ratten, den Weg durch ein Labyrinth zu finden. Danach setzten sie die Hälfte der Tiere unter Stress, indem sie sie 20 Minuten lang schwimmen ließen, und setzten sie danach wieder in das Labyrinth. Auch noch einen Tag nach dem Schwimmen machten die gestressten Ratten weniger Fehler als die nicht gestressten. Dabei verhielten sie sich nicht verängstigt oder depressiv.

Wirkung auf präfrontalen Cortex

Bei weiteren Versuchen zeigte sich, dass die bessere Leistung auf die Wirkung des Hormons Corticosteron auf den sogenannten präfrontalen Cortex, einen Teil des Frontallappens der Großhirnrinde, zurückzuführen ist, wie die Experten in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences berichten. (red/APA)

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