Haubner fordert Absetzbarkeit auch für freiwillige Feuerwehren - Lunacek: "Schlag ins Gesicht" für Menschenrechte, Umwelt- und Tierschutz
Wien - Die Opposition fordert die Ausweitung der Spenden-Absetzbarkeit über "mildtätige" Zwecke und Entwicklungshilfe hinaus. BZÖ-Sozialsprecher Ursula Haubner plädierte am Freitag in einer Aussendung für die Einbeziehung jeder ehrenamtlichen gemeinnützigen sozialen Hilfe. Als Beispiel nannte sie die freiwilligen Feuerwehren, die beim Hochwasser wieder "Großartiges geleistet" hätten. "Gerade solche Organisationen brauchen Unterstützung von privater und öffentlicher Seite", so die BZÖ-Sozialsprecherin und bezeichnete die Liste als "unvollständig".
Für die Grüne Vize-Klubchefin Ulrike Lunacek ist die Steuerbegünstigung "eine Farce", der Ausschluss von Menschenrechts-, Tier- und Umweltschutzorganisationen "nichts weniger als ein Skandal". Deren Spender würden zu "SteuerzahlerInnen 2. Klasse" gemacht. "Für tausende Ehrenamtliche, die sich für Umwelt- und Tierschutzanliegen einsetzen, ist das ein Schlag ins Gesicht", kritisiert Lunacek. Sie attestiert der Regierung mangelndes Demokratieverständnis sowie umweltpolitische Kurzsichtigkeit und wirft ÖVP und SPÖ vor, Menschenrechts- und Umweltinitiativen als Gegner zu sehen. (APA)