Sommerferien

Hahn und Schieder mit Dienstwagen auf Urlaub

31. Juli 2009 12:33

Restliche Regierungsmitglieder verzichten auf Urlaub mit Dienstfahrzeugen

Wien - Bis auf Wissenschaftsminister Johannes Hahn und Staatssekretär Andreas Schieder verzichten die Regierungsmitglieder im privaten Urlaub auf die Nutzung ihrer Dienstwägen. Dies ergab ein APA-Rundruf am Freitag. Hahn hat sich in seinem Dienstwagen nach Venedig fahren lassen, bestätigte sein Büro entsprechende Medienberichte; Schieder nutzt nach Angaben seines Kabinetts den Dienstwagen im Kroatien-Urlaub.

Inspiriert durch den Diebstahl des Dienstwagens der deutschen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt während deren Urlaub in Spanien, steht nun die Dienstwagen-Nutzung österreichischer Politiker zu Debatte. Hahn ließ sich laut den Tageszeitungen "Österreich" und "Kurier" von seinem Chauffeur zu einem Segeltörn nach Venedig bringen. Dies sei nötig gewesen, da er während der Fahrt Akten bearbeitet habe. Sein Sprecher betonte zur APA, dass es sich nur um die Hinfahrt gehandelt und der Chauffeur die Nacht nicht im Ausland verbracht habe. Die Rückreise werde Hahn, der zu einem Segeltörn nach Kroatien aufbrach, im Flugzeug absolvieren.

Prinzipiell stehen Bundespolitikern - dem Bundespräsidenten, den Ministern und Staatssekretären, den Präsidenten des Nationalrates und des Bundesrates sowie dem Präsidenten des Rechnungshofes - Dienstfahrzeuge zu, auch inklusive Fahrer. Für die private Nutzung müssen alle Gebühren bezahlen, derzeit rund 571 Euro pro Monat. Rechtlich gedeckt wäre es laut Bundeskanzleramt auch, wenn ein Regierungsmitglied beispielsweise den Dienstwagen mit Chauffeur für den privaten Urlaub nutzt.

Schieder mit Dienstauto, aber ohne Chauffeur

"Entsprechend den Vorschriften" bestreitet denn auch Schieder seinen Urlaub Anfang August in Kroatien mit dem Dienstwagen, wurde in seinem Büro betont - jedoch ohne Chauffeur.

Der Großteil der Regierungsmitglieder verzichtet laut Angabe der Büros auf die Nutzung der Dienstwägen im Urlaub. Bundeskanzler Werner Faymann sowie Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek etwa bestreiten ihre Ferien in Frankreich bzw. Nordspanien jeweils mit Flugzeug und Mietauto. Auch die übrigen Regierungsmitglieder würden von ihren Dienstfahrzeugen hauptsächlich beruflich und für Fahrten vom und zum Wohnort Gebrauch machen, hieß es unisono. Im Büro von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner verweist man auf deren Urlaubsdestination Griechenland - die Vorstellung, dorthin mit dem Auto zu fahren, sei "mittelmäßig skurril", findet ihr Sprecher.

Das BZÖ allerdings lässt nicht locker - Rechnungshofsprecher Gerald Grosz forderte am Freitag in einer Aussendung die Offenlegung der Fahrtenbücher der Regierungsfahrzeuge. Dadurch solle klar werden, "wie und in welchem Umfang Privatfahrten mit Dienstwagen und Chauffeur in den letzten Jahren getätigt wurden", so Grosz. (APA)

Kommentar posten
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Horst Schlemmer
06.08.2009 14:25
auch ich...

...fahre mit meinem dienstwagen auf urlaub. und auch ich rechne diese fahrten privat ab und bezahle dafür.
also, wo liegt das problem?
vielleicht der neid der besitzlosen?

anonym92
05.08.2009 16:00

Land der Neider und Kleinkarierten - Österreich.

smea_gol
04.08.2009 15:57

"Sein Sprecher betonte zur APA, dass es sich nur um die Hinfahrt gehandelt und der Chauffeur die Nacht nicht im Ausland verbracht habe". Ist das eine neue Art der Asyl-Auswiesung durch die ÖVP?

Martin Brunner
04.08.2009 15:38
und an alle die sich aufregen

regt ihr euch auf, wenn jemand mit seinem firmenwagen auf urlaub fährt????

für dienst- und firmenwägen bezahlt man sachbezüge - und auch steuern, damit man sie privat nutzen kann...
ich fände es nur unangemessen, wenn einer der herren seine familie oder freundin mit dem dienstwagen und chauffeur fahen lassen würde...

1116er
04.08.2009 10:02
solange der dienstwagengebrauch

so umgesetzt wird, wie im artikel geschildert, halte ich a) den artikel und
b) die diskussion darüber

für ziemlich kleinkariert!

anonym92
05.08.2009 15:58

Stimme ihnen zu. Alles wurde und wird nach den geltenden gesetzlichen Regelungen gemacht. Die Diskussion ist scheinheilig und kleinkariert - der STANDARD verkommt mit solch einer Berichterstattung immer mehr zu einem beliebigen Boulevardblatt.

Gino Bernoulli
03.08.2009 22:43
Typisch für Schieder.

Huhn detto.

ernst thaelmann
04.08.2009 08:40
warum für schieder?

der zahlt eh brav über 500 euro.
oder hätte er sich bei avis oder herz ein auto leihen sollen? (gibts auch deals für diesen preis...)

fyi1
03.08.2009 12:41
Freikarten und Carsharing

Bevor die Wähler noch auf blöde Gedanken zur Mobilitätskrise der Minister kommen und Spenden sammeln - die Bitte an die ÖBB für Freikarten -
hier können Akten in Ruhe durchgearbeitet werden und der Chaffeur schreibt keine Überstunden !

nbergmann
03.08.2009 10:57
wie gehabt

was ist in deutschland ein skanda,l in österreich ganz normal!

anonym92
05.08.2009 15:59

@nbergmann

Informieren sie sich mal über die geltende Rechtslage, bevor sie hier ihre konsequenzlose Unwissenheit vorzeigen.

Peitschenknaller2009
02.08.2009 22:48
primitivstes bashing

Hahn will man fertigmachen, Schieder braucht wenigstens keine Angst zu haben.

Missethon scheint noch immer verdeckt zu werken.

what shells
02.08.2009 21:11
Als nächstes wollen

wir dann noch die Fahrtenbücher aller österreichischen Firmenwagenbesitzer sehen ...

HAALLOO !!!

Es gibt in Ö 2 Arten des Sachbezuges bei Firmenwägen: 0,75% des Netto-Anschaffungswertes bzw. 1,5%, wobei dieser Betrag der monatlichen Lohnsteuerbemessungsgrundlage hinzugerechnet wird, also man zahlt mehr Steuer als ob man diese 0,75 bzw. 1,5 % mehr verdienen würde.
Dafür darf man bei der 0,75% nur eine gewisse km Leistung im Monat privat nutzen (somit ist Fahrtenbuch pflicht), bei den 1,5% ist die private Nuztung unbeschränkt.

Jeder Firmenwagenbesitzer zahlt dafür, auch die Minister. Somit ist alles rechtens, zumindest hier in
AUT, wie das in GER aussieht weiss ich nicht.

Also bitte die Füße still halten, würde jeder von euch tun ...

der Erich
04.08.2009 16:21
HALLOOOO, du Füßestillhalter?

und was is mit dem Schaffler? aso? du hast kan Schaffler? warum net? is er vielleicht einfach ZU TEUER??

wenn die spitzenpolitiker selber fahren hat eh keiner was dagegen, ist so wie wenns schlafen: dann könnens kan unsinn machen...

Sabrine Grünbaum
04.08.2009 00:07
eine kleinigkeit wird dabei übersehen

private firmenwagenbenützer müssen einen sachbezug von max. 1,5% des anschaffungswert, max. von € 600 ansetzen. damit zahlt ein privater firmenwagenbenützer selbst bei extensiver privatnutzung mit und ohne chauffeur max. € 300 pro Monat (50% von € 600).

bm hahn und sts schieder müssen aber wie alle anderen regierungsmitglieder aus ihrem versteuerten einkommen € 570 (also fast 100% mehr) bezahlen und sind damit schon deutlich schlechter gestellt als jeder private firmenfahrzeugbenutzer....

klofrau
02.08.2009 22:11

naja, sie übersehen das details des chauffeurs, wie sind dessen 0,75% anschaffungwert für die privatnutzung zu rechnen?

wäre hahn selbst gefahren, würde kein hahn danach krähen.

Deus Ex Coquina
 
02.08.2009 17:50

Von mir aus kann Hahn den Dienstwagen behalten, wen sichergestellt ist, dass er nie wieder ins Ministeramt zurückkehrt.

Und das BZÖ? Na die kennen sich ja bestens aus mit Autos. Der Eine verhöckert die Karren in Ungarn, in Kärnten werden sie regelmässig aufs Dach gelegt oder besoffen um einen Hydranten gewickelt. Und die orangen Xiberger wollen mit Blaulicht und 160 im too small country damit rumglühen.

Dreistein
 
01.08.2009 23:00
Gerade das BZÖ muss sich melden

Der verblichene J.Haider selig, kam zumeist mit dem Hubschrauber angeflogen bzw. flog - wie wir alle wissen - voll besoffen mit seinem Dienstwagen in die ewigen Jagdgründe. So toll wie der hat es spesenmäßig noch kein anderer österr. Politiker getrieben, wenn man einmal vom KH Grasser absieht.

klofrau
02.08.2009 20:47

aber sie können doch nicht die taten der bzö als masstab für unsere politiker heranziehen.
was jh gemacht hat, ist eine sauerei
aber was hahn hier macht, ist auch missbrauch, egal welcher partei er angehört und von welcher es kritisiert wird.

Ted Kennedy
 
02.08.2009 22:25
Nein, die Handlungsweise von BZÖ-Politikern ist durch die Bank so bescheuert, dass sie nicht als Massstab für andere Politiker gelten kann.

Aber dem BZÖ kann man schon sagen, dass man besser den Mund hält, wenn man selber so viel Dreck am Stecken hat.

Le Monde
01.08.2009 22:28
das bzö kann in kärnten nachfragen, wie oft

der verunglückte haider dort einen neuen dienstwagen geordert hat. soweit ich mich erinnere, dürfte jedes halbe jahr ein neuer wagen für den verstorbenen lh angeschafft worden sein!

zensur passiert
02.08.2009 04:09
vielleicht war der haider test- & werbefahrer und hat gar nix bezahlt

denn allen durch seine öffentlichen auftritte war der wagen pausenlos in allen medien

Just N. Opinion
 
01.08.2009 18:08
recht so, grosz.

mit einem dienstwagen darf ein politiker hoechstens mitten in der nacht besinnungslos besoffen und mit doppelt ueberhoehter geschwindigkeit in den tod rasen. aber doch nie auf urlaub fahren.

momodeluxe
01.08.2009 16:05

das bzö kann gleich selbst beginnen, die verwendung von dienstfahrzeugen in seinem umkreis zu dokumentieren. selten endete eine fahrt so öffentlichkeitswirksam.

des weiteren erinnern wir uns gerne an amtsträger, die sich das briefpapier haben nachfliegen lassen.

ich schau ins land
 
01.08.2009 14:35
hätte mich gewundert,wenn kein hochrangiger spö-funktionär bei solchem pfründegehabe dabei gewesen wäre.

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