"Krise als Bestenauslese"

30. Juli 2009, 15:25
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AMS-Chef Herbert Buchinger zählt 60.000 Arbeitslose im Monat mehr und erklärt die Rezepte für unzufriedene Schulungsteilnehmer und hoffnungslose Kunden

derStandard.at: Auch wenn Österreich im EU-Vergleich recht gut dasteht - es geht seit Monaten steil bergauf mit den Arbeitslosenzahlen. Wie lange noch?

Herbert Buchinger: Wir stellen uns darauf ein, dass die Arbeitslosigkeit nicht so rasch zurückgeht. Auch wenn ökonomisch eine Trendwende eintritt, beginnt nicht gleich der Abbau, weil die Betriebe noch Kapazitätsreserven haben und außerdem so etwas wie ein Angebotsrückstau da ist. Wenn die Angebote wieder mehr und besser werden, werden auch wieder mehr auf den Arbeitsmarkt drängen.

derStandard.at: Wer wird dann wieder drängen?

Buchinger: Schüler, die nach der Ausbildung rascher in das Beschäftigungsleben drängen; Ausländer, insbesondere aus den neuen EU-Ländern, die dann wieder zahlreicher kommen; aber auch Ausländer aus den alten EU-Staaten, zum Beispiel Deutsche; oder auch Frauen, die jetzt überlegen, ob sie noch bei der Familie bleiben oder wieder ins Erwerbsleben eintreten.

derStandard.at: Nach dem Sommer steht vermutlich eine Kündigungswelle bevor, weil die Unternehmen diverse Maßnahmen zur Sicherung der Arbeitsplätze ausgeschöpft haben. Wie hoch wird der Sprung ausfallen?

Buchinger: Einen richtigen Sprung erwarte ich nicht, aber die Arbeitslosigkeit wird kontinuierlich ansteigen und die Kurzarbeit wird wahrscheinlich leicht zurückgehen. Mit den Verbesserungen bei der Kurzarbeit wollten wir den Betrieben ja auch längere Kurzarbeit schmackhaft machen. Die Übernahme der Arbeitgeberbeiträge ab dem siebten Monat der Kurzarbeit durch die öffentliche Hand ist schon ein Anreiz, in der Kurzarbeit zu bleiben, auch wenn sich die Auftragslage nicht sprunghaft verbessert hat.

derStandard.at: Einige Branchen werden aber im Herbst nach eigenen Angaben noch einmal eine deutliche Zahl an Mitarbeitern entlassen, wenn sich die Lage nicht verbessert.

Buchinger: Ja, das haben die Betriebe aber auch jetzt so gemacht und Mitarbeiter in der Krise freigesetzt. Deswegen haben wir jetzt einen Zuwachs von 55.000 bis 60.000 Arbeitslosen jedes Monat. Das wird in dieser Größenordnung anhalten. Nichts deutet auf einen großen Sprung hin.

derStandard.at: Sind wir im Dezember bei den 500.000, die ein Kärntner Kollege von Ihnen in Aussicht gestellt hat?

Buchinger: Die Zahl umfasste auch die Schulungsteilnehmer, das ist immerhin eine Differenz von an die 60.000. Aber das ist eine Befürchtung, er sprach vom schlimmsten anzunehmenden Fall. Diesen Winter sind wir weit von den 500.000 entfernt. Wir werden sogar - wenn wir die Schulungsteilnehmer nicht hinzurechnen - deutlich unter den 400.000 bleiben. Da muss die tiefe Krise ganz lange anhalten, dass wir auf 500.000 kommen. Darauf deutet zur Zeit nichts hin, wiewohl wir alle gelernt haben, vorsichtig zu sein.

derStandard.at: Wie weit kommen Sie mit Ihren Rücklagen?

Buchinger: Die Finanzierung für das Jahr 2010 ist gesichert, auch aus unseren Rücklagen. Das bedeutet noch einmal eine Steigerung gegenüber dem Jahr 2009. Weiter gibt es noch keine Planung. Wir gehen aber alle davon aus, dass keine Regierung - welche auch immer dann im Amt ist - die Arbeitsmarktförderung zurückfahren wird, sollte sich die Lage am Arbeitsmarkt nicht dramatisch verbessern.

derStandard.at: Welche Jobs werden jetzt gestrichen? Ist das immer noch eine Frage der Qualifikation?

Buchinger: Die Unqualifizierten sind immer deutlicher betroffen. Insgesamt geht es aber eher nach Branchen. In erster Linie betroffen waren jetzt die Zeitarbeiter und die Arbeiter und Angestellten in den produzierenden Betrieben. Also Industrie und Gewerbe, alles was vor allem auf den Export orientiert war. Die Befürchtung ist, dass - sollte die Krise länger anhalten - auch der Dienstleistungsbereich betroffen sein wird und dort damit auch die Hochqualifizierten betroffen sein werden. Das ist aber jetzt noch nicht erkennbar.

derStandard.at: Einige Unternehmen schätzten wohl die Lage falsch ein und wollten Jobs durch Kurzarbeit retten, um dann erst recht in die Bredouille zu kommen. Wieviele haben sich gerade bei der Kurzarbeit verschätzt?

Buchinger: Das ist wohl von Betrieb zu Betrieb verschieden. Prinzipiell ist die finanzielle Förderung so, dass sie attraktiv ist in der Krise. Je länger sie dauert, umso schwieriger wird es natürlich, weil sie nicht zum Nulltarif ist. Daher ist auch noch einmal nachgebessert worden beim wesentlichen Kostenfaktor: Zuvor musste der Betrieb die Dienstgeberbeiträge vom vollen Entgelt vor Eintritt der Kurzarbeit zahlen. Das übernimmt jetzt das Arbeitsmarktservice.

derStandard.at: Die Maßnahmen basieren immer auf der Hoffnung, dass es bald wieder aufwärts geht.

Buchinger: Das basiert auf zwei Hoffnungen. Zum einen, dass es rasch wieder aufwärts geht. Das hat sich für viele Betriebe tatsächlich nicht bewahrheitet. Aber die andere Hoffnung oder auch Strategie hinter der Kurzarbeit ist, den Betrieben Zeit für eine Umstrukturierung zu geben. Die Unternehmen sollen mit neuen Produkten und Produktionsmethoden neue Absatzmärkte erschließen. Auch das ist ein Aspekt der Kurzarbeit, daher die Kombination mit Qualifizierungsmaßnahmen.

derStandard.at: Wer jetzt schwach ist, den wird das auch nicht retten.

Buchinger: Eine Krise ist immer auch eine Bestenauslese. Wer gut ist, wird gestärkt aus ihr hervorgehen. Nicht so Gute werden geschwächt, vielleicht kleiner werden und der eine oder andere wird vielleicht vom Markt verschwinden.

derStandard.at: Wieviele Jobs gehen jetzt ersatzlos verloren?

Buchinger: Dass Produktionen und Arbeitsplätze verloren gehen, findet zu jeder Zeit in der Wirtschaft statt. In der Krise natürlich beschleunigt. Aber wir sind optimistisch, dass schon jetzt, aber auch im nachfolgenden Aufschwung neue Arbeitsplätze entstehen werden. Eines der großen Hoffnungsthemen ist Green Technology, und der zweite Bereich, wo auch jetzt in der Krise ein vehementes Jobwachstum stattfindet, ist der Bereich der Gesundheits- und Sozialdienstleistungen.

derStandard.at: Reagiert das Arbeitsmarktservice mit entsprechenden Ausbildungsschienen?

Buchinger: Im Bereich der Gesundheits- und Sozialberufe haben wir unsere Ausbildungsmaßnahmen schon im Vorjahr wieder hochgefahren, und wir fahren sie weiter hoch. Wir bieten da ein solides Angebot an Qualifizierungsmaßnahmen. Im Bereich der Green Technology sind wir in Gesprächen mit dem Fachverband, welche Qualifikationen hier förderlich sind. Da werden wir sicher ein Programm starten. Noch ist uns nicht ganz klar, welche Qualifikationsansprüche das für die Arbeitskräfte bedeutet.

derStandard.at: Sehen Sie da schon den nächsten Fachkräftemangel?

Buchinger: Das ist uns noch nicht ganz klar. Heißt das, dass gute Facharbeiter etwas anderes produzieren, oder brauchen sie auch andere Qualifikationen? Wahrscheinlich wird beides der Fall sein. Nur in welchem Ausmaß, und welche Zusatzqualifikationen benötigt werden, das wollen wir mit der Branche jetzt erörtern. Die Grundtechnologie ist sicher die digitale Steuerung von Maschinen, wie sie jetzt bei den Facharbeitern im Metall-, Kunststoff- und Holzbereich ohnedies eine Kulturtechnik ist.

derStandard.at: Wie schnell können Sie reagieren?

Buchinger: Wir können so schnell starten, wie die Unternehmen selbst reagieren, weil wir in Form der Implacement-Stiftung ein Angebot haben. Damit können die Betriebe die Ausbildung selbst in die Hand nehmen und wir unterstützen sie dabei. Identisch verläuft es auch in der Qualifizierung der Beschäftigten, wo das die Betriebe selbst machen und wir unterstützen. Nicht so schnell geht das bei Lehrberufen. Die müssen per Verordnung neu definiert werden. Relativ rasch geht auch, dass sich Schulungseinrichtungen auf neue Qualifikationen einstellen und entsprechende Angebote machen.

derStandard.at: Was die neuen Jobs im Bereich Gesundheit und Green Technology unterscheiden wird, ist zumindest das Lohnniveau. Wird das wieder eine Scheide zwischen männlich und weiblich?

Buchinger: Ja, die Green Technology wird industrie- und technologielastig und hochbezahlt, damit eher männlich sein. Der Gesundheitsbereich eher weiblich und in der Tendenz schlechter bezahlt. Prinzipiell ist das die Sache der Sozialpartner, diese Tarifvereinbarungen zu durchbrechen. Wir können insofern einen Beitrag leisten, als wir dieser geschlechtsspezifischen Diversifizierung am Arbeitsmarkt entgegen wirken. Sicher auch, indem wir schauen, dass wir in diesen Berufen auch einen bestimmten Frauenanteil erreichen, so wie wir das auch im Metallbereich gemacht haben.

-> Weiter zu Teil 2: Herbert Buchinger über Kundenzufriedenheit und Maßnahmen


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derStandard.at: Wenn Sie derzeit Lösungen und Rezepte suchen, zu welchen Nachbarn schauen Sie dann? Überlegen Sie zum Beispiel im Zuge der steigenden Arbeitslosenzahlen ein Konzept wie die Ein-Euro-Jobs in Deutschland?

Buchinger: Das hat sich nicht bewährt. Wir hatten so etwas Ähnliches in Form des Bürgergeldes, im Jahr 2000/2001, wo man Arbeitslose für gemeinnützige Arbeit herangezogen hat, und dann gab es eine Aufzahlung von 25 Prozent auf den Leistungsbezug. Der organisatorische Aufwand ist zu groß im Verhältnis zum Erfolg. Seither ist man wieder dahin zurückgegangen, dass man ordentliche Dienstverhältnisse fördert. Die sind attraktiver und produktiver und kosten auch kaum mehr, wenn man die Mittelrückflüsse an die öffentliche Hand in Rechnung stellt.

derStandard.at: Die Deutsche Bundesbank sah jüngst Arbeiten bis 69 als angemessen an: Was halten Sie von der Idee?

Buchinger: Ich bin kein Pensionsexperte. Aus arbeitsmarktpolitischer Sicht ist das in nächster Zeit nicht geboten. Der Arbeitsmarkt würde derzeit das zusätzliche Potenzial nicht aufnehmen.

derStandard.at: Was können Sie für Jugendliche tun, die von Arbeitslosigkeit besonders gefährdet sind?

Buchinger: Wir stocken ab September die Ausbildungsgarantie kräftig auf, damit wirklich jeder Lehrstellensuchende ein Ausbildungsangebot bekommen kann. Wir haben die Qualifizierungsmaßnahmen für Jugendliche zwischen 19 und 25 Jahren in die Höhe gefahren, jetzt beginnt die Arbeitsstiftung für unter 30-Jährige. Im Bereich Jugendliche fördern wir deutlich überproportional, und wir haben das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

derStandard.at: Besteht die Gefahr, dass angesichts der steigenden Arbeitslosenzahlen die Zumutbarkeitsbestimmungen verschärft werden?

Buchinger: Wir haben sie in letzter Zeit so oft geändert, jetzt muss sich einmal ein System durchsetzen. Drei Jahre sollte man einmal die Spielregeln gleich lassen, danach kann man ganz leidenschaftslos evaluieren und schauen, was sich bewährt hat. Ich weiß, die Politik bringt oft diese Geduld nicht auf. Aber es hat ohnedies nur in der Hochkonjunktur Sinn, mit den Zumutbarkeitsbestimmungen zu arbeiten.

derStandard.at: Wie hoch ist der Anteil der „weniger Motivierten" unter Ihren Kunden?

Buchinger: Der Anteil derjenigen, die unter keinen Umständen arbeiten wollen ist verschwindend. Er liegt bei geschätzten drei Prozent. Zählen wir die dazu, die wählerischer sind, als die Zumutbarkeitsbestimmungen erlauben, dann kommen wir auf 20 bis 25 Prozent der Arbeitslosen. Da sind dann Kommunikation und Geduld gefragt. Es ist ein Interaktionsprozess zwischen der Versichertengemeinschaft, vertreten durch uns, und den einzelnen Leistungsbeziehern, sie an die Spielregeln anzupassen.

derStandard.at: Wie geht diese Anpassung vor sich?

Buchinger: Unsere Leute haben eine abgestufte Strategie. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit orientieren wir uns am Kundenwunsch, außer der ist - gemessen an den arbeitsmarktpolitischen Erfordernissen - absurd. Nach drei Monaten fangen wir an, die Kunden umzuorientieren, und nach sechs Monaten ununterbrochener Arbeitslosigkeit geht es nach den Zumutbarkeitsbestimmungen.

derStandard.at: Das klingt in Zeiten wie diesen aber hart. Wer findet jetzt einen Job?

Buchinger: Immer noch die Mehrheit der Arbeitslosen. Die Suchperioden haben sich leicht verlängert. Der Arbeitsmarkt funktioniert noch. Wir werden heuer sicher auf über 1,5 Millionen neu begründete Dienstverhältnisse kommen, sicher auch auf 600.000 Personen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus einen neuen Job finden. Das ist nicht sehr viel weniger, als wir in der Hochkonjunktur hatten.

derStandard.at: Wissen wir, ob die Leute in ihren neuen Jobs ab- oder aufsteigen?

Buchinger: Nein, das ist eine rein quantitative Betrachtung. Wir können das nicht in Echtzeit aus unseren Systemen ablesen. Aber es gibt laufend Untersuchungen. Was sich immer wieder zeigt: Frauen profitieren deutlicher von unseren Dienstleistungen, die können sich zum Großteil verbessern. Bei Männern ist das nicht eindeutig und nach Altersgruppen sehr unterschiedlich. Was wir sagen können: Bei über 55-jährigen Männern lässt sich keine Wirkung mehr nachweisen, von dem, was wir tun.

derStandard.at: Haben Sie Mitarbeiter aufgestockt?

Buchinger: Ja, im zweiten Quartal 2009 haben wir 150 zusätzliche Mitarbeiter rekrutiert und bei 50 weiteren die Arbeitszeit aufgestockt. Die werden Ende des Jahres voll ausgebildet zur Verfügung stehen. Rechtzeitig, um die Winterarbeitslosigkeit zu bewältigen.

derStandard.at: Wird dann die Kundenzufriedenheit steigen?

Buchinger: Wir beobachten das ganz genau und haben auch schon schrittweise Verbesserungen erreicht. Zufrieden sind wir aber selbst noch nicht. 80 Prozent unserer Kunden sind sehr zufrieden bis zufrieden mit unserer Dienstleistung. Aber 20 Prozent sind nicht zufrieden, das ist für ein Dienstleistungsunternehmen kein Renommée. Die Zahl wird natürlich auch relativiert dadurch, dass wir auch behördliche Aufgaben wahrnehmen und die Zumutbarkeitsbestimmungen durchsetzen müssen.

derStandard.at: Wieviele unfreiwillige Kursteilnehmer haben Sie?

Buchinger: Bei den Befragungen gibt fast ein Drittel der Kunden an, mehr oder weniger unfreiwillig den Kurs zu besuchen. So gesehen ist die Zahl der Beschwerden und der echt Unzufriedenen relativ gering. Den Schulungseinrichtungen gelingt es also recht gut, Unmut abzufangen. Hauptsächlich kritisiert werden oft die individuellen Pläne und nicht die Maßnahmen. Die Kritik lautet also meistens, ‚die Maßnahme ist gut, aber nichts mich'. Da haben wir das größte Verbesserungspotenzial in der Kommunikation im Vorfeld. Die zufriedensten Kunden sind übrigens gar nicht die, die den Kurs selbst ausgesucht haben, sondern die, die sagen, ‚das war das Ergebnis eines Dialoges mit der Beraterin/dem Berater'. Die Unzufriedensten sind die, die sagen, ‚das Arbeitsmarktservice hat mich geschickt'.

derStandard.at: Was soll verbessert werden?

Buchinger: Mehr Zeit für ein Beratungsgespräch. Jeder Berater, der überdurchschnittlich viele Arbeitslose im Bestand hat, die länger als sechs Monate arbeitslos sind, ohne dass er eine Beschäftigungs- oder Ausbildungs-Maßnahme eingeleitet hat, muss sich speziell rechtfertigen. Es ist noch niemand rausgeflogen, aber die Zielvorgaben sind eindeutig.

derStandard.at: Das bewährt sich?

Buchinger: Ja, diese klaren Zielvorgaben an die Berater und das ständige Benchmarking sind eines der Erfolgsgeheimnisse, warum das Arbeitsmarktservice Österreich im internationalen Vergleich so gut da steht.

derStandard.at: Wie bewähren sich umstrittene Methoden wie das ‚Aufsuchende Vermitteln'?

Buchinger: Das heißt jetzt ‚Begleitendes Vermitteln' und das wird bei ganz gravierenden Problemfällen eingesetzt. Aber es zeitigt erstaunliche Erfolge bei Leuten, die die AMS-Berater quasi schon abgeschrieben haben, wo also eigentlich Hopfen und Malz verloren ist. Es gibt da erstaunliche Integrationserfolge und die Reaktionen darauf sind ganz unterschiedlich. Während die einen sagen, jetzt kümmert sich endlich wirklich einer um mich, sagen die anderen das ist ein Eindringen in die Intimsphäre. Betroffen sind von dieser Maßnahme im Jahr zwischen 3.000 und 5.000 Leute. Die Erfolgsquote liegt bei einem Drittel.

derStandard.at: Gibt es noch strengere Maßnahmen im internationalen Vergleich?

Buchinger: Nein, das ist das dichteste. Wir haben das von den Niederländern übernommen. Dort war das übrigens überhaupt kein Problem. An neuen Methoden wird es nichts mehr geben. Aber dieses Instrument wird in Zukunft für mehr Leute eingesetzt werden, wenn mit der Mindestsicherung die Betreuung der Sozialhilfeempfänger durch das Arbeitsmarktservice intensiviert wird. Da ist sicher ein hoher Anteil dabei wo man solche Methoden einsetzen muss, um sie zu integrieren. (Regina Bruckner)

  • Alte Jobs verschwinden, neue sollen im Bereich der "Green Technology" und im Pflege- und Sozialbereich entstehen, meint Herbert Buchinger.
    foto: bruckner

    Alte Jobs verschwinden, neue sollen im Bereich der "Green Technology" und im Pflege- und Sozialbereich entstehen, meint Herbert Buchinger.

  • Gerade in Zweiterem sieht der AMS-Chef einen Bereich, in dem auch jetzt in der Wirtschaftskrise "vehementes Jobwachstum stattfindet".
    foto: bruckner

    Gerade in Zweiterem sieht der AMS-Chef einen Bereich, in dem auch jetzt in der Wirtschaftskrise "vehementes Jobwachstum stattfindet".

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