19-Jähriger Österreicher umgeht TrueCrypt-Verschlüsselung

riegler, 30. Juli 2009, 13:00
  • 18-jähriger Österreicher entwickelt Bootkit, das Festplattenverschlüsselung aushebelt
    foto: stoned-vienna.com

    18-jähriger Österreicher entwickelt Bootkit, das Festplattenverschlüsselung aushebelt

Bootkit könnte laut Programmierer für Polizei zur Entwicklung eines Bundestrojaners interessant sein

Mit dem Bootkit namens Stoned des Österreichers Peter Kleissner lässt sich die TrueCrypt-Verschlüsselung von Festplatten umgehen. Der 18-jährige Sicherheitsexperte hat sein Bootkit (ein Rootkit, das den Master Boot Record manipuliert) als Sourcecode für alle gängigen Windows-Version (32bit) veröffentlicht und auf der Black Hat-Konferenz demonstriert, so heise.

Für Bundestrojaner interessant

Mit Stoned wird der unverschlüsselte Master Boot Record manipuliert. Das Bootkit wird beim Hochfahren vom Bios aufgerufen und kann danach den TrueCrypt-Bootloader starten. Stoned kann dann beispielsweise Trojaner installieren. Laut Kleissner sei das etwa für die Polizei zur Entwicklung des Bundestrojaners interessant. Da das Bootkit als Framework konzipiert ist, können andere Entwickler eigene Plug-Ins dafür schreiben. Das Programm soll von üblicher Antiviren-Software nicht erkannt werden.

Abhilfe durch BitLocker

Die Infektion eines Systems ist allerdings nur mit Admin-Rechten möglich und funktioniert dem Bericht zufolge nur auf Rechnern mit herkömmlichem Bios. Beim Nachfolger EFI sei eine Infektion nicht mehr möglich. Ansonsten könne man sich vor Stoned nur schützen, indem die Festplatte durch eine auf dem Trusted Platform Module-basierende Software verschlüsselt wird, beispielsweise mit Microsofts BitLocker-Tool. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 124
1 2 3
back to the roots

bei manchen sachen ist steinzeittechnik echt von vorteil. manch ein sicherheitssystem lässt sich auch durch ms-dos und divervese editoren umgehn. das ist wie mit den disketten und so. wenn man eine diskette formatiert gab es unter dos6.2 noch das tool undelete oder unformat. wen wunderts das man z.b ein word-dokument das mit passwort geschützt und dem steinzeitbetriebssystem sichtbar machen kann?? aber wer kennt das alles dank win 95,98 xp vista und 7?? configger nutze es auch aus das der moderne user noch nicht mal attrib als befehl unter ms-dos kennt. im altertum gab es einen grundsatz - sensible daten haben nichts auf eine pc mit internetzugang zu suchen. kann es sein das es seinen grund hatte??

Ist bei bestimmten Behörden klarerweise nach wie vor so...

Intranet und Internet strikt getrennt.

was macht der genau

wenn ich ein keyfile verwende das nicht am System ist sondern uaf einem entfernbaren Datenträger?
Sieht der den Content des Keyfiles so das er eines nachbauen kann?

mittlerweile wohl 19

...alles gute :)

Ein 18 Jähriger...

... unterstützt mit einem Hack die Arbeit der Polizei zur Verwirklichung des Bundestrojaners.

Das klingt schlimmer als "Maria Fekter will die Justiz kontrollieren"

Werden die heutzutage schon alt geboren?

im pinzip sind das doch eh fast alle primadonnas am ego-trip. ob die sich in einer kuscheligen anarcho-community ihre ego-streicheleinheiten abholen oder der industrie und der schottermitzi andienen - besondere sympathieschübe löst das bei mir alles nicht aus. aber hier scheint es sich schon um ein besonders rücksichtsloses exemplar zu handeln.

Er ist eben ein Bösmensch

Er tut was er kann. Beeindruckend ist es trotzdem.

physikalischer zugriff

bei einem physikalischen zugriff (z.b. geheimer hauseinbruch durch die polizei) ist die verschlüsselung ohnehin überflüssig. einfach einen hardware keylogger angesteckt oder pre-boot auth modifizieren. ein paar tage später zurückkommen und schon haben sie das passwort. wer klettert schon vor jedem mal booten unter den schreibtisch oder besitzt externe kontrollhardware.

http://xkcd.com/538 ;)
xkcd is so guad

18 oder 19 Jahre alt?

Oder hat er heute Geburtstag?

hab mir auch grad gedacht...

der war doch vor 2 Stunden noch jünger :)

dachte eben das selbs, stimmt also ein:

happy birthday to you, happy birhday to you, happy birthday lieber peter, happy birthday to youuuuuuuuuuu!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

wieder mal gut dass ich einen mac habe.

sind wir froh, dass Mac's EFI und nicht BIOS haben. :)

genau! und OSX ist ja für seine Sicherheit bekannt lol

wow

voll cool.

schon.

da könnens das lang probieren ;)

hahahahahaahahahahahahahaha


das es keine POPULÄREN viren und backtoortools gibt,
liegt daran das nur leute mit mehr geld als der durchschnitt apples pc's benutzn (aber da immer mehr leute immer weniger geld haben, geht auch apple mit den preisen runter um den gewinn zu maximieren)

aber wennst dich a BISSERL umschaust, hast die selben tools auch für mac.

dadurch das der kit freizugänglich ist, wird truecrypt bald gefixt sein und dadurch ist das loch gestopft. thx.

Sie haben den Artikel wohl nicht verstanden.
TrueCrypt wird hier nicht umgangen, geknackt, ausgehebelt oder gehackt.

bitte den artikel nochmals und dann den beitrag zurückziehen...

sie haben scheinbar nicht mald ie überschrift gelesen...

1) es wird tatsächlich umgangen
2) das kann truecrypt aber dennoch nicht fixen

ganz einfache Methode

für Sensible Angelegenheiten einfach einen zweiten PC ohne Netzwerkanschluss betreiben, fertig.

endlich wird eBanking sicher! ^^

Das Problem ist:
Was macht man heutzutage mit einem PC ohne Netzwerkanschluss
Solche Geräte sind eigentlich nutzlos.

@was macht man mit einem PC ohne Netzwerk..

also zum Beispiel einen 32Giga SD Karte reinstecken, und diese per Post tauschen.

Als unverdächtiger Transport Container

dient jede Digicam,
unterwegs kann ich sogar noch ein paar Fotos schießen

Nur weiß es jetzt jeder hier.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 124
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.