Alterndes Steirer-Paar beginnt zu zicken

29. Juli 2009, 19:16
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Grazer Glockenspiel: "Einmal geht es, einmal geht es nicht."

Graz - Seit Weihnachten 1905 tanzt das Steirer-Paar täglich zu einer kleinen Auswahl von Liedern wie dem "Glockengruß" oder "Von der Kapler Alm". Nur 13 Jahre gab es keine Musik, weil die 24 Glocken im Zweiten Weltkrieg für Munition eingeschmolzen wurden. Jetzt aber mag das Pärchen im Grazer Glockenspielhaus, in das einst der Spirituosenhersteller Gottfried Maurer nach niederländischem Vorbild das hochkomplizierte Glockenspiel einbauen ließ, scheinbar nicht mehr. Nachdem die Touristenattraktion in der Altstadt schon Anfang Juli stillstand, muss man nun wieder Besucher vertrösten, die sich um 11.00, 15.00 oder 17.00 Uhr auf dem Glockenspielplatz einfinden, um zu sehen, wie die beiden aus dem Türmchen gleiten.

Franz Balkovic, der das komplizierte 800 Kilo schwere "Werkl" für die Stadt betreut, seufzt: "Einmal geht es, einmal geht es nicht." Der zu verschiedenen Zeiten auftretende Fehler sei "irgendwo in der Elektrik" - doch wo genau, wisse niemand. An Sabotage glaubt der im Kulturamt der Stadt zuständige Beamte, Gerald de Montmorency, nicht. Obwohl: "Es hat schon Anrainer gegeben, die angerufen und gefragt haben, ob wir es nicht abstellen könnten." (cms, DER STANDARD Printausgabe, 30.07.2009)

 

 

  • Mysteriöser Fehler lässt Puppen verrückt tanzen.
    foto: wiesenhofer/graztourismus

    Mysteriöser Fehler lässt Puppen verrückt tanzen.

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