Neuentdeckter Singvogel trägt Irokesenschnitt

1. August 2009, 12:55
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Er sieht auffällig aus und hört sich auch so an - wegen seines abgelegenen Heimatgebiets wurde er dennoch erst jetzt bemerkt

Hanoi - Erstmals seit langem ist in Asien eine neue Singvogel-Art entdeckt worden. Wie die britische Fachzeitschrift Forktail am Donnerstag berichtete, handelt es sich um einen fast "kahlköpfigen" Vertreter aus der Familie der Bülbüls; einzig eine schmale haarähnliche Federlinie ziert seinen Schädel. Bülbüls kommen in etwa 130 unterschiedlichen Spezies in den afrikanischen und asiatischen Tropen vor. Wissenschafter der US-Organisation Wildlife Conservation Society (WCS) und der Universität von Melbourne sichteten das Exemplar einer bislang unbekannten Bülbül-Art Ende vergangenen Jahres im Süden von Laos.

Der Vogel ist allerdings nicht komplett kahlköpfig, sondern hat eine schmale haarähnliche Federlinie auf dem Schädel. Sein Gesicht ist pink, die großen Augen sind blau umrandet. Die Verbreitung des Vogels sei offensichtlich auf eine eher unwirtliche, hochgelegene Region in der Provinz Savannakhet beschränkt, berichten die Wissenschafter. Dies erkläre, warum er trotz seines außergewöhnlichen Aussehens und seines auffälligen Rufes erst jetzt entdeckt worden sei. Die betreffende Region gehört zu den am wenigsten erforschten Ökosystemen in Südostasien. (APA/red)

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    Die Entdeckung passt gut zur Familie, die sich durch auffällige Federkreationen hervortut: Der neue Bülbül hat eine schmale haarähnliche Federlinie am Schädel.

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