Dem Kosovo-Albaner wird Ermordung von zwei Serben im Jahre 1999 vorgeworfen
Pristina - Die mazedonischen Behörden haben an Pristina (Prishtina) einen der Kriegsverbrechen verdächtigten Mann ausgeliefert, meldeten kosovarische Medien am Mittwoch. Mehmet Ukshini wird angelastet, im Jahre 1999 in der Ortschaft Brestovac zwei lokale Serben ermordet zu haben. Die Auslieferung des Kosovo-Albaners war von den kosovarischen Behörden im März beantragt worden, nachdem im Justizministerium eine Auslieferungsabteilung gebildet worden war, bestätigte ihr Chef Ehat Miftari.
Der Kosovo hatte im Februar 2008 seine Unabhängigkeit ausgerufen und wurde bisher von 62 Staaten anerkannt. Skopje hat die Unabhängigkeit des Nachbarlandes anerkannt, allerdings noch immer nicht die diplomatische Beziehungen mit Pristina aufgenommen. Viele Kosovo-Albaner haben nahe Verwandte in Mazedonien, wo die albanische Volksgruppe rund 25 Prozent der Bevölkerung ausmacht. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder vor, dass Flüchtige vor der Justiz eine Unterschlupf an der anderen Grenzseite gefunden hatten.(APA)